
Von Emil Moosmann
Fluorn-Winzeln. Der Altweiberball, der älteste Ball der Narrenzunft Winzeln, hat auch nach über sechzig Jahren nichts von seiner Attraktivität verloren. Das zeigte sich ein weiteres Mal am vergangenen Samstagabend.
In den 50er- und 60er-Jahren und bis in die 70er-er Jahre war der Altweiberball in Winzeln für viele Ehefrauen ein willkommener Anlass, sich als "Alte Weiber" zu verkleiden, um mit den männlichen Besuchern ihren Schabernack zu treiben.
Meist stecken junge Frauen unter den Masken
Es soll sogar vorgekommen sein, dass ein ansonsten tanzmüder Ehemann sich vergnügte, ohne zu ahnen, dass es sich bei seiner Partnerin nicht um seine Angetraute handelte. Das dürfte tagsdrauf die ein- oder andere Frage aufgeworfen haben. Am Samstag jedenfalls verfolgten in der bis auf den letzten Platz besetzten Festhalle die Gäste aufmerksam die Gardetänze der Garden Winzeln sowie der Showtanzgruppe "Impression" aus Schenkenzell, der Garde aus Waldmössingen und der Brandhexen Winzeln.
Mit zum gelungenen Programm trugen auch die Narrenzunft Wildberg, die Narrenzunft Hochmössingen und die "Bachdatscherzunft" Welschensteinach bei. So richtig krachen ließen es die Guggenmusiker der "Eschachgraba Tröder" aus Alpirsbach. Die Alten Weiber (meist stecken junge Frauen unter den Masken) gesellten sich unter das Volk – sehr zur Freude der Gäste.
Der Abend lebte jedoch nicht nur von den Vorführungen und Auftritten der Gastzünfte, auch DJ "vom Turmbräu" sorgte für Stimmung. Bis in die frühen Morgenstunden wurde ausgelassen gefeiert und getanzt. Ob und wie Schabernack betrieben wurde, ist nicht bekannt.