Flüchtlinge in Stuttgart Neues Containerdorf auf dem Killesberg

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Auf dem Killesberg in Stuttgart wächst ein Containerdorf für Flüchtlinge. Foto: dpa

Stuttgart - Ein Containerdorf für 290 Flüchtlinge entsteht derzeit auf dem Stuttgarter Killesberg. „Wir brauchen dringend neue Unterkunftsplätze“, sagte ein Stadtsprecher über das Projekt in der gehobenen Wohngegend. Obwohl weniger Flüchtlinge nach Deutschland kommen als in den Vormonaten kämpfen Städte und Gemeinden weiter um genügend Platz für die Unterbringung. Aus den baden-württembergischen Erstaufnahmestellen wurden in den vergangenen zwei Wochen laut Integrationsministerium rund 5300 Menschen in die Landkreise und kreisfreien Städte geschickt.

Die Stadt Stuttgart muss nach eigenen Angaben im März voraussichtlich 620 Migranten aufnehmen. Damit die Menschen nicht allzu lange in Turnhallen, Schulen und Waldheimen leben müssen, soll von Mai an das Containerdorf für Entlastung sorgen. Weitere Standorte für neue Unterkünfte in den Stadtteilen Zuffenhausen und Mühlhausen stehen demnach kurz vor der Entscheidung.

Auf dem Killesberg werden den Angaben zufolge auf einem städtischen Parkplatz fünf eingeschossige Gebäudetrakte aus je 40 Containern aufgebaut. Das Containerdorf kostet demnach 5,6 Millionen Euro und bleibt voraussichtlich eineinhalb Jahre stehen. Von 2019 an sollen dort Wohnungen gebaut werden. In der Stadt Stuttgart leben derzeit 8510 Flüchtlinge.

2015 kamen nach Ministeriumsangaben 185 000 Flüchtlinge in Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes an. Von diesen Menschen blieben gut 100 000 in Baden-Württemberg und stellten einen Asylantrag.

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