
Fischerbach - Erst Fasent-Auftakt unterm schwarzen Nachthimmel, dann Feiern unterm grünen Hallenhimmel: Die Fischerbacher Giftzwerge boten mit der "Nacht der Zwerge" zum fünften Geburtstag ein großes Spektakel – dazu trug ein Dutzend Gastzünfte bei. Sie hatten ordentlich mit Wind und Regen zu kämpfen, die Teilnehmer des Fackelzugs und die Zimmerleute, die den Narrenbaum mit seinen schwarzen, grünen und roten "Früchten" beim Rathaus in die Senkrechte stemmten – manchem Baumsteller wehte es da schon mal den Hut vom Kopf. Nur gut, dass Hexenmusik, Trachtenkapelle und Guggenmusiken dazu kräftig einheizten: Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was in der Brandenkopfhalle bei der ersten "Nacht der Zwerge" folgen sollte.
Denn nach dem Willkommensgruß durch den Giftzwerge-Vorsitzenden Markus Matt durften sein Bruder Jürgen sowie Tobias Baumann als Moderatoren ein vierstündiges Feuerwerk aus feschen Hinguckern und fetzigen Rhythmen moderieren – dazu erstrahlte die Halle im Giftzwerge-gerechten Grün.
Die Fischerbacher Waldsteinhexen gratulierten dem kleinen Bruder musikalisch zum fünften Geburtstag. Die Narrenzunft Erzknappen aus Tennenbronn, die Mühlenbacher Zunft, die Haslacher Gischt-Geischt-Hexe, die Schluchwald-Hexen aus Dörlinbach und die Donner-Hexen Mühlhausen aus Stuttgart – die die weiteste Anreise hatten – luden unter anderem ins Moulin Rouge und zu einem Cancan ein oder ließen zu Michael Jackson oder Kylie Minogue die Bühne beben. Und manche schaurige Hexe verwandelte sich dabei in Sekunden zur anmutigen Tänzerin.
Schon beim Auftritt der Tenenbronner Guggenmusik "Alcaputti" mit einer feurigen Einlage hielt es in der übervollen Halle kaum einen Zuschauer mehr auf dem Stuhl. Und nachdem ihre Kollegen aus Mühlenbach nach Mitternacht ein fulminantes Bühnen-Finale hingelegt hatten, war in der Brandenkopfhalle noch längst nicht Schluss: Zur Partymusik von "Felix & Susanne" und aus der Konsole im DJ-Zelt wurde bis in den frühen Morgen weitergefeiert.