Fischerbach Vetter: Zwei "Dienstreisen" nach Stuttgart

Schwarzwälder-Bote, 05.06.2012 11:00 Uhr

Von Lars Reutter Fischerbach. Philipp Vetter hatte in der vergangenen Woche ein volles Programm: Abiturvorbereitungen, Bundeswettbewerb und Aufnahmeprüfungen bei verschiedenen Musikhochschulen stehen oder standen im Terminkalender des jungen Fischerbacher Klarinettisten. "Es hätte etwas besser laufen können", kommentiert Philipp Vetter sein Abschneiden beim Bundeswettbewerb von "Jugend musiziert" in Stuttgart. Beim ersten Stück habe er ein paar Fehler gemacht. Die anderen beiden Werke seien aber gut gelaufen. Mit 22 Punkten hatte der Fischerbacher sich letztlich einen zweiten Preis gesichert.

Das gleiche Ergebnis schafften in seiner Altersstufe nur weitere zehn junge Musiker aus ganz Deutschland auf der Klarinette. Dabei schrammte er nur um zwei Punkte an einem ersten Preis vorbei, den sich nur fünf Musiktalente erspielten.

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Nach seinem Auftritt in der Landeshauptstadt ging es für Vetter am Pfingstsonntag gleich wieder zurück nach Fischerbach. Denn beim Bundeswettbewerb hatte er zwar ein paar Musiker getroffen, die er schon von früheren Teilnahmen bei "Jugend musiziert" her kannte. Doch Freundschaften seien nicht daraus entstanden, und anschauen wollte er sich in Stuttgart auch nichts.

Allerdings zog es Vetter schon am Freitag wieder in die rund 140 Kilometer entfernte Stadt am Neckar. Stuttgart gehört nämlich zu den Städten, an deren Musikschule er die Aufnahmeprüfung absolvieren wird. "Ich mache mir da keinen Stress", sagt der Fischerbacher und betont, nicht besonders aufgeregt zu sein. Mit dieser Einstellung ist er schließlich auch beim Bundeswettbewerb ganz gut gefahren.

Könnte er es sich aussuchen, an welche Musikhochschule er künftig gehen wird, wäre die Stadt am Neckar sein Favorit. Beworben hat er sich ansonsten noch in Karlsruhe, Frankfurt und Hannover. Davon, dass die Prüfungen schwierig sind und es viele Bewerber gibt, lässt sich Vetter auch nicht unter Druck setzen. "Wenn es nicht klappt, warte ich eben noch ein Jahr".

Wenn der Fischerbacher jedoch an einer Musikhochschule genommen wird, müssen die Kinzigtäler wahrscheinlich dennoch nicht auf seine Musikkünste verzichten. "Beim Jahreskonzert der Trachtenkapelle würde ich schon noch mitspielen, nur bei den Proben könnte ich nicht regelmäßig sein", erklärt der Fischerbacher.

Falls er einen Platz an einer Musikschule ergattern sollte, könnte er die Kinzigtalgemeinde bei "Jugend musiziert" nicht mehr vertreten. Aber bei dem Wettbewerb für Nachwuchsmusiker möchte er ohnehin nicht mehr antreten.

 
 
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