Fischerbach Rat debattiert über Querungshilfe
(lr), 18.04.2012 01:00 Uhr
Die Fahrbahn müsste an einer Stelle verbreitert werden, um Platz für eine Querungshilfe zu schaffen.Foto: Reutter
Fischerbach - Für Diskussionen sorgte am Montagabend im Fischerbacher Gemeinderat eine angedachte Querungshilfe an der Kreisstraße.
In Abwesenheit von Bürgermeister Armin Schwarz, der aus gesundheitlichen Gründen fehlte und von Herbert Heine vertreten wurde, beschlossen die Räte einstimmig die Aufstellung des Bebauungsplans Karl-May-Weg III. Dieser wurde von Kerstin Stern vom Ingenieurbüro Kappis den Bürgervertretern und den Zuhörern, die auch aus Nachbargemeinden kamen, vorgestellt. Sie erklärte, dass den künftigen Bauherren dort viele Freiheiten gelassen werden, so gibt es beispielsweise keine Vorgaben für die Bauweise der Dächer. Auch Herbert Heine sprach von vergleichsweise "recht liberalen Bauvorschriften", die fast alle Gestaltungsmöglichkeiten offen lassen würde. Dies wird die Interessenten für rund 23 Bauplätze – laut Büro Kappis umfasst die Bewerberliste der Gemeinde 30 einheimische und 40 auswärtige Bauwillige – sicherlich freuen.
Ohne weitere Diskussionen nahmen die Räte zur Kenntnis, dass durch die Bebauung nötigen Eingriffe in die Natur ein externer Kompesationsbedarf über das Ökokonto der Gemeinde von 2,71 Hektar entsteht.
Dietmar Ribar vom Büro Zink konnte dagegen nach seiner Vorstellung der Pläne für eine Querungshilfe über die Kreisstraße zum neuen Rad- und Gehweg einige Anregungen der Gemeinderäte mitnehmen.
Seine derzeitigen Plänen sehen vor, dass die ansonsten sechs Meter breite Fahrbahn, um Platz für das Aufkleben der Querungshilfe zu schaffen, auf 9,50 Meter verbreitert wird. Drei Meter würde das die Verkerhrsinsel beanspruchen und jeweils 3,25 Meter die Fahrspuren. Der dafür nötige Platz müsse auf der Seite des Baugebiets beansprucht werden, da der neu angelegte Radweg laut Landratsamt nicht verschoben werden sollte. Da nach Ribars Angaben der Kreis aber keine Kosten für die Maßnahme übernehmen könne, regten die Räte an, auch andere Standorte prüfen zu lassen. Dies vor allem weil sie daran zweifelten, dass die Querungshilfe am vorgesehen Ort auch zu einer Geschwindigkeitsreduzierung führen würde. Besonders Thomas Schneider und Silvia Faißt (beide CDU) sehen dies jedoch als eine Voraussetzung für die Maßnahme, die in der Variante von Ribar rund 62 000 Euro kosten würde. Diese Kosten sollten nach Meinung Georgs Schmid (CDU) keinesfalls auf die Bauherren im Karl-May-Weg umgelegt werden.


