Fischerbach Geschichte aufbereitet

Schwarzwälder-Bote, 17.08.2012 21:00 Uhr

Fischerbach (csp). 100 Jahre Vereinsgeschichte werden in der gleichnamigen Ausstellung des RSV Fischerbach dargestellt. Noch bis Ende der Festlichkeiten am Montagabend können sich interessierte Besucher im Festzelt auf dem Uma-Firmengelände über den Werdegang des traditionsreichen Vereins informieren.

Bereits seit März trafen sich Gisela Brucher, Claudia Maier, Franz Schmid und Eugen Jäckle regelmäßig, um gemeinsam im Vereinsarchiv zu forschen. Alte Schriftführer- und Kassenbücher wurden durchgesehen, Fotos sortiert, Zeitzeugen befragt. Die vier langjährigen Mitglieder verbrachten unzählige Stunden damit, die Vereinsgeschichte aufzuarbeiten, sie hatten bis zu zwei Sitzungen pro Woche. Jetzt, pünktlich zu Beginn der Feier zum hundertjährigen Bestehen, ist die Ausstellung fertig. Überwiegend mit Text- und Bildmaterial wird der Werdegang des Vereins seit der Gründung 1912 als "Radfahrerverein Eintracht" bis zum heutigen Tage dargestellt. Aber auch das erste Schriftführer- und Kassenbuch sowie Mitgliedsbücher und -ausweise sind Teil der Ausstellung. Sie werden in insgesamt drei Vitrinen gezeigt.

Die Organisatoren der Ausstellung richteten außerdem ein altes Korsofahrrad wieder her. Mit blauen und weißen Bändern und Blumen wurde es originalgetreu in den Vereinsfarben geschmückt. Auch zwei alte Korsouniformen werden ausgestellt. Seit den 1950er-Jahren war das Korsofahren ein wichtiger Bestandteil des Vereins. Zu Korsofesten in der näheren Umgebung und bis nach Offenburg radelte man mit den geschmückten Fahrrädern, um dort in Formation beim Umzug mitzufahren. Einige Pokale in der Ausstellung zeugen von dieser Zeit. Zum 75-jährigen Vereinsbestehen wurde in Fischerbach ein großes Korsofest mit 42 teilnehmenden Vereinen und gut 2000 Radfahrern ausgerichtet, auch hierüber berichtet die Ausstellung. Seit Anfang der 90er hat sich der Verein jedoch auf das Kunstradfahren spezialisiert.

Mehr als 40 Jahre lang wurde im RSV Fischerbach auch Theater gespielt, von 1920 bis 1961. Drehbücher und Fotos aus dieser Zeit sind ebenfalls Teil der Ausstellung. Außerdem zeugt eine Ehrentafel mit den Gefallenen aus beiden Weltkriegen von den Kriegsjahren, in denen die Vereinsarbeit brach lag. Bilder von den zahlreichen Ausflugs- und Wanderfahrten, wie der ins Glottertal 1929, zeigen, wie aktiv und vielfältig der Verein seit seiner Gründung ist.

Die Ausstellung und die Wandtafeln sind mit zahlreichen Hinweisen und Erklärungen versehen und somit selbsterklärend.

 
 
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