Fischerbach Gemeinde Fischerbach hat Handlungsbedarf bei Brandweihern

Schwarzwälder-Bote, 22.05.2012 12:00 Uhr

Von Christine Störr Fischerbach. Die Gemeinde Fischerbach hat ein "Löschwasserkonzept für den Außenbereich" durch die Feuerwehr erstellen lassen. Die Präsentation übernahm Kommandant Michael Kohmann in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

"Unser Ziel war die Bestandsaufnahme vorhandener Teiche, deren Qualität und Quantität zu überprüfen und Lücken in der Abdeckung des Außenbereichs aufzuzeigen", erklärte Kohmann.

Seit vier Jahren müssen Feuerwehrkommandanten bei Baugesuchen im Außenbereich eine Stellungnahme zum Löschwasservorrat abgeben. Neubauten werden nur noch bei einer ausreichenden Wassermenge genehmigt. Bei bestehenden Objekten liegt es im Ermessen der Eigentümer, ob sie einen Brandweiher anlegen und in welchem Zustand sie diesen erhalten. Die Anforderungen an Löschwasserteiche richten sich je nach Gebäude zwischen 800 und 1600 Liter Wasser pro Minute, die über einen Zeitraum von zwei Stunden zur Verfügung stehen müssen.

"Es müssen also ganzjährig etwa 80 Kubikliter Wasser vorhanden sein", so Kohmann und erklärte: "Der Teich darf höchstens 300 Meter vom Gebäude entfernt sein, kann aber kleiner dimensioniert werden, wenn sich in unmittelbarer Nähe eine weitere Wasserentnahmestelle befindet." Die Mindesttiefe liegt zwischen zwei und zweieinhalb Metern, entscheidend sei eine gute Zufahrt zum Löschwasserteich. Im Hintertal beginnend bewertete Kohmann jede Wasserentnahmestelle und wies auf den unterschiedlich hohen Handlungsbedarf in einzelnen Bereichen hin. Mit "hoher Priorität" bewertete er den Ausbau der Zufahrt zu den Brandweihern am Nill sowie der Zufahrt zum Ramsteinerhof und die Sanierung des dortigen Löschteichs. Zudem sollen im Andersbach, beim Peterhof und dem Epplilngsberg neue Brandweiher angelegt und wahlweise die Zufahrt zu den drei Weihern "am Turm" gebaut oder von dort eine Standleitung bis zum unteren Weg angelegt werden.

Fischerbachs Bürgermeister Armin Schwarz (Freie Wähler) bedankte sich für das Löschweiherkonzept und wird sich zur Umsetzung mit den Grundstückseigentümern in Verbindung setzen. "Wir werden dabei motivationsfördernd vorgehen, wie das in anderen Kinzigtalgemeinden bereits gehandhabt wird." Für die Eigentümer wäre beispielsweise auch das Anlegen eines Fischteichs möglich.

Seitens der Gemeinderäte wurde die Nutzung des "Waldsteinsees" angeregt, wie das früher auch schon geschehen ist. Kohmann will diese Möglichkeit mit einer Feuerwehrübung im Lauf des Jahres überprüfen. Außerdem will sich die Gemeinde informieren, ob Brandweiher zu förderfähigen Maßnahmen im Rahmen des BZ-Verfahrens gehören.

Zudem waren die Verlängerung und der Anschluss der Trottmattenstraße an den Karl-May-Weg zur öffentlichen Verkehrsfläche Thema im Rat. Gleichzeitig wurde die Erweiterung der Tempo-30-Zone beschlossen und die Verlegung der beiden Ortsschilder am Ortseingang von Fischerbach auf den Weg gebracht. "Im Zuge der Änderungen an der Kreisstraße mit Querungshilfe zur Verlangsamung des Verkehrs wird das Tempo-50-Schild demontiert und durch ein gelbes Ortsschild ersetzt", erklärte Bürgermeister Armin Schwarz. Damit entfällt das Ortsschild in der Trottmattenstraße und das bestehende Ortsschild in der Hauptstraße

 
 
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