
Fischerbach - Bis zum ersten närrischen Jubiläum müssen sie zwar noch sechs Jahre warten. Doch die Fischerbacher Giftzwerge machen sich bereits zum fünfjährigen Bestehen ein großes Geschenk: mit der ersten "Nacht der Zwerge" am kommenden Samstag.Elf Gastzünfte mit rund 400 Hästrägern werden an diesem Abend auf der "Sonnenterrasse" für Remmidemmi sorgen: zunächst bei Fackelzug und Narrenbaumstellen, dann in der Brandenkopfhalle. Bis in die Landeshauptstadt reicht der Freundeskreis der giftgrün-schwarzen Zwerge – die Donnerhexen aus Stuttgart-Mühlhausen sind die am weitesten Gereisten auf der Gästeliste. "Sie haben uns bei unserer Gründung geholfen, die Haare auf der Maske zu befestigen", erklärt Vorsitzender Markus Matt, wie sich der Kontakt zu der schwäbischen Zunft mit den ebenfalls behaarten Masken ergab.
Eine relativ junge siebenköpfige Clique, die zuvor schon unter gleichem Namen etwa beim Ortsturnier mitmischte, hob die Giftzwerge 2007 als Verein aus der Taufe. Dieser war von Anfang an auch außerhalb der Fasent aktiv: neben dem Fußballturnier auch beim Sommerspaß-Programm der Gemeinde, unter anderem bereits mit einer Bauernhof-Rallye.
Die Mitgliederzahl wuchs stetig – aus sieben Aktiven wurden bis heute 37, hinzu kommen sieben passive Mitglieder. Entsprechend dem Alter ihrer Gründungsmitglieder kommen die Giftzwerge insgesamt relativ jung daher: "Die meisten sind zwischen 20 und 30 Jahre alt, wir haben aber auch Kinder und eine ganze Familie in unseren Reihen", berichtet Matt, der seiner Gruppe einen guten Zusammenhalt bescheinigt.
Überläufer von den Waldsteinhexen gebe es unter den Zwergen bislang keine: "Wir sehen uns auch nicht als Konkurrenz, sondern bekommen die Fischerbacher Fasent als zwei Vereine gut hin", betont Markus Matt. So wird bei der "Nacht der Zwerge" auch die Hexenmusik das Programm bereichern. Im Wesentlichen unterschieden sich Zwerge und Hexen letztlich durchs Häs. "Und natürlich belebt ein bisschen Wettbewerb im positiven Sinn immer auch das Fasentsgeschäft", fügt der Giftzwerge-Vorsitzende hinzu.
Einschließlich Publikum rechnet Matt für Samstag mit 600 bis 700 Teilnehmern. Um den Ansturm zu bewältigen, erhalten die Giftzwerge beim Bewirten Unterstützung von der Trachtengruppe. Und die erste "Nacht der Zwerge" solle keinesfalls die letzte sein, blickt Markus Matt schon mal in die Zukunft: "Wir denken daran, dieses Ereignis künftig alle zwei Jahre auszurichten."
Die "Nacht der Zwerge" läutet die "fünfte Jahreszeit" in Fischerbach am Samstag, 21. Januar, ein. Um 19 Uhr startet ein Fackelumzug mit den Gastzünften vom Gasthaus Ochsen zum Rathaus, wo die Giftzwerge und die Waldstein-Hexen den Narrenbaum aufstellen. Nach einem Feuerwerk steigt die "Nacht der Zwerge" dann ab 20.11 Uhr in der Brandenkopfhalle. Spezielle Beleuchtung sowie Livemusik von "Felix & Susanne" sorgen bis 3 Uhr für Tanz- und Partystimmung. Außerdem treten einige Gastzünfte mit Tänzen und Guggenmusiken auf. Vor der Halle wird ein DJ-Zelt aufgebaut. Der Eintritt zur "Nacht der Zwerge" beträgt vier Euro, Hästräger haben freien Eintritt. hg