Filderdialog Einflussnahme der Bahn?

Konstantin Schwarz, 26.06.2012 14:00 Uhr

Stuttgart - Am kommenden Freitag veranstaltet die Landesregierung den zweiten Teil des Filder-Dialogs. Im Messe-Kongresszentrum soll von 15 Uhr an über den Anschluss des Flughafens an das Bahnprojekt Stuttgart 21 diskutiert werden. Im Dialog vertretene Projektgegner haben die Rolle der Bahn AG, des Bonner Moderators Ludwig Weitz und das Verfahren scharf kritisiert. Sie sehen Dialog-Teilnehmer durch Mitarbeiter des Stuttgart-21-Projektbüros beeinflusst.

Pro Bahn e. V., Schutzgemeinschaft Filder, SÖS im Stuttgarter Gemeinderat, Ingenieure 22, das Bündnis Filderbahnhof Vaihingen und die Juristen zu Stuttgart 21 fordern Weitz in einem offenen Brief dazu auf, am Freitag eine Diskussion über die Bahn-Pläne und Alternativen zuzulassen. Der Moderator hat das bisher abgelehnt. Die Bahn will den von Singen kommenden Fernverkehr auf den S-Bahn-Gleisen zum Flughafen leiten. Dieser gemischte Betrieb wird von Filder-Kommunen abgelehnt. Die Briefeschreiber wollen, dass die Bahn erklärt, warum ihre Pläne bisher nicht vom Eisenbahn-Bundesamt genehmigt worden sind. Sie kritisieren außerdem, dass Mitarbeiter der Bahn und des Projektbüros sich beim ersten Dialog unter die Teilnehmer gemischt und diese „unzulässig beeinflusst“ hätten. Weitz solle dies unterbinden.

Das Parlament des Verbands Region Stuttgart will am 4. Juli in der Sitzung seines Verkehrsausschusses beschließen, dass das heutige S-Bahn-Angebot mit zwei Linien zum Flughafen „auch nach Inbetriebnahme von Stuttgart 21 erhalten wird“. Eine Reduktion sei nicht vorgesehen, heißt es in der Vorlage.

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