Von Martin Dold Eutingen/Nagold. Der Umbau des Pumpwerks Rohrdorf, der Ausbau der Kläranlage sowie Kanalsanierungen: Das sind die Vorhaben, die den Abwasserzweckverband Eutingen-Hochdorf 2013 am Meisten beschäftigen.Nachdem die Optimierung des Blockheizkraftwerkes an der Kläranlage mittlerweile abgeschlossen ist, wendet man sich neuen Aufgaben zu, wie in der Verbandsversammlung deutlich wurde. Beim Pumpwerk Rohrdorf stören Steine und Sand den Betrieb der Druckleitung. Nun soll ein belüfteter Geröllfang vor dem Stauraumkanal gebaut und ein Regenüberlauf zur Siebung erstellt werden. Die Fließgeschwindigkeit soll steigen und die Ablagerungen sich verringern. Kostenpunkt laut Schätzung: 410 000 Euro plus 18 000 Euro Grunderwerbskosten. Bei optimaler Bezuschussung müsste die Gemeinde Eutingen 46 000 Euro berappen. Der Planungsauftrag wurde dem Ingenieurbüro Götzelmann aus Stuttgart übertragen.

Auch einige Kanalsanierungsmaßnahmen sind für 2013 geplant, die Kosten werden auf 116 500 Euro geschätzt. Ein Zuschuss wurde beantragt, aber noch nicht gewährt.

Bei der Kläranlage soll die Steuerung der Luftzufuhr für die Belebungsbecken optimiert werden. So soll Strom eingespart werden, damit sich diese Investition in fünf bis acht Jahren amortisiert haben könnte. Hier sollen rund 15 000 Euro investiert werden.

Die Personalkosten sollen leicht von 112 100 auf 113 600 Euro steigen.

Erfreuliches gibt es bei der Entwicklung der Schulden zu vermelden. Lagen diese zum Jahresbeginn 2012 noch bei 1,31 Millionen Euro, so soll der Wert ein Jahr später durch die Tilgung von Darlehen bei 1,18 Millionen liegen. Ein Jahr später sollen es noch 1,06 Millionen Euro sein. Der Höchstbetrag der Kassenkredite wurde auf 200 000 Euro festgesetzt. Die Zuführung an den Vermögenshaushalt liegt laut Planansatz bei 191 000 Euro (Vorjahr 183 000 Euro), an Zuschüssen vom Land sollen 255 000 Euro fließen. Die Betriebskostenumlage für die Gemeinde Eutingen liegt bei 271 000 Euro.

Zudem wurde der Auftrag für die Entsorgung von Klärschlamm ab 2013 vergeben. Den Zuschlag erhielt die Firma MSE aus Karlsbad, die 65,50 Euro pro Tonne verlangt. Pro Jahr fallen rund 750 Tonnen an.

Die Versammlung vergab die Planung des Umbaus des Regenüberlaufbeckens für das Gewerbegebiet Neuer Bahnhof an das Ingenieurbüro Kronenbitter/Horb. Der Umbau ist für 2014 vorgesehen.