Eutingen Volleyball-Team sucht Verstärkung

Schwarzwälder-Bote, 18.06.2012 18:01 Uhr

Von Alexandra Feinler

Eutingen. Ein Pass nach vorne, dann nach rechts und schließlich muss Ingrid Solly aus Weitingen handeln. Gekonnt spielt sie den Ball über das Netz zur "gegnerischen Mannschaft". Um Sieg und Ehre geht es bei der Volleyball-Abteilung des Sportvereins Eutingen aber nicht.Die zwölf Mitglieder treffen sich immer freitags von 20 bis 22 Uhr in der Eutinger Turnhalle, um einfach Spaß zu haben. Und das bereits seit rund 28 Jahren. Viele Aktionen wie das Aufstellen einer Jugendgruppe wurden seither vorgenommen. Da die Gruppe Verstärkung gut gebrauchen könnte, lädt sie auch junge Spieler zum Schnuppertermin ein.

Obwohl nicht jeder Volleyballer ein Profi-Spieler ist, geht es rasant zu. Bälle werden geschmettert und die zwölf Spieler geben mächtig Gas.

"Beim Volleyball spielen wird die Reaktionsfähigkeit geschult. Mir hat es vor allem viel für das Tennis spielen gebracht", erklärt Spieler Wolfgang Wagner. Der Eutinger ist schon seit 1985 bei der Gruppe dabei. Da er Vorsitzender des Tennisclub Eutingen ist, kann er die beiden Sportarten miteinander vergleichen.

Er war früher in Stuttgart aktiver Volleyballer und lebt heute in Eutingen sein Hobby aus. Ihre Begeisterung zu diesem Breitensport entdeckte auch die 15-jährige Ingrid Solly. Sie spielt seit einem halben Jahr, zusammen mit ihrem Vater Appolo Solly, in der Mannschaft mit. Als einziges weibliches Mitglied würde sie sich auch über Verstärkung freuen.

Profi-Erfahrungen muss ein Neuling nicht mitbringen. "Man darf einfach keine Angst vor dem Ball haben", erklären die Sportler. Spontan kann sich jeder Interessierte versuchen und ohne Voranmeldung vorbei schauen. Das Leistungsniveau der Spieler ist unterschiedlich. Es gibt die Profis wie Appolo Solly, der in seiner afrikanischen Heimatstadt Togo in der Nationalmannschaft gespielt hatte. Aber auch Neulinge wie seine Tochter Ingrid sind willkommen.

"Wir machen das hier zum Spaß, und nicht, um an Wettkämpfen teilnehmen zu können", erklärt Rainer Busch. Sein Schwiegervater Albrecht Schmollinger war Gründungsmitglied der Volleyball-Abteilung des SVE. Vor rund 28 Jahren wurde diese ins Leben gerufen. Eine Zeit lang gab es auch eine Gruppe für junge Menschen, erinnert sich Busch. Heute machen alle mit, die Freude am Volleyball spielen haben. Sie wollen lediglich ihre Fitness trainieren.

Die wird auch stark beansprucht. Erscheinen etwa nur acht Spieler zum Training, wird es spannend. Vier Volleyballer pro Team geben dann alles und das heißt: pritschen, baggern und schlagen. Niederschlag oder Sieg verspüren die Mitglieder aber nicht. Auch Ingrid Solly fühlt sich als Neuling gut aufgehoben.

Nach zwei Stunden bei schwüler Hitze ist sie ganz schön ausgepowert. Trotzdem meint sie zufrieden: "Ob man verliert oder gewinnt – man geht mit einem Lächeln nach Hause."

 
 
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