Von Harald Mattenschlager Eutingen-Weitingen. Erfreuliche Post erhielt rechtzeitig zu Weihnachten Weitingens TSV-Jugendleiter Andreas Bernhagen für die Jugend-Spielgemeinschaft Gäu.

Absender war die Stiftung Egidius Braun des Deutschen Fußballbundes (DFB), die unter anderem die soziale Integration fördert. Für Profi- und Amateurfußball hat sich in den vergangenen Jahrzehnten für beide Bereiche mit der Thematik "Fußball – soziale Integration und Gesellschaftspolitik" eine dritte Säule entwickelt, so die Stiftung.

"Fußball ist mehrals 1:0"

"Fußball ist mehr als 1:0" war schon ein Lebensmotto des Namensgebers der DFB-Stiftung. Egidius Braun war von 1977 bis 1992 Schatzmeister und von 1992 bis 2001 Präsident des DFB. Dieses Motto hat in hohem Maße sein Engagement bestimmt und die Bedeutung des Fußballs als wichtige gesellschaftliche Gruppe entwickelt.

Im Schreiben der Stiftung an die Jugend-Spielgemeinschaft Gäu heißt es wörtlich: "Herzlichen Glückwunsch – Ihr Verein wurde uns durch den Fußball-Verband Württemberg wegen guter Vereinsjugendarbeit zur Auszeichnung vorgeschlagen. Ich lade hiermit Ihren Verein mit einer Gruppe Jungen im Alter zwischen 11 und 13 Jahren vom 1. bis 10. August 2013 in das Ferienlager Lensterstrand-Grömitz (Ostsee) ein." Teilnehmen können 16 Teilnehmer und zwei Betreuer. Die Kosten werden von der DFB-Stiftung Egidius Braun komplett getragen. Der Aufenthalt hat einen Wert von 3750 Euro, wie bei der Jugendstaffelleitersitzung des WFV unter Leitung von Bezirksjugendleiter Robert Schwarz bekannt gegeben wurde.

In dieser Sitzung wurde der TSV Weitingen, beziehungsweise die JSG Gäu, vom WFV für seine Jugendarbeit für den "Egidius-Braun-Preis" vorgeschlagen und als Preisträger ausgewählt. Das erwähnte Schreiben machte dies nun sozusagen "amtlich".

Sozialer Aspekt spielteine große Rolle

Der Preisträger wird jeweils vom Jugendausschuss des Landesverbandes vorgeschlagen, so Andreas Bernhagen. Nachdem sie von diesem Preis erfahren haben, wurde von den Jugendleitern der JSG Gäu bereits, beschlossen, dass die teilnehmenden Jugendlichen aus allen Vereinen ausgesucht werden.

Die genauen Vorgaben werden derzeit festgelegt. "Hauptvorgabe wird aber sicher der soziale Aspekt sein, um dem einen oder anderen Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, ein paar Tage Urlaub zu machen", so Bernhagen.

Zentrales Projekt der Stiftung sind die Fußball-Ferienfreizeiten. Die Jugendarbeit kleiner Vereine, die sich durch eine besondere Integrationswirkung und Qualität auszeichnen, wird durch die Teilnahme an den Fußball-Ferien-Freizeiten belohnt. "Diese Freizeiten stellen durch aktives Tun in einer abenteuer- und erlebnispädagogischen Orientierung verbunden mit einer Vertiefung des Fußballspiels – durchaus auch mit Alternativen – einen Versuch dar, Kinder zu stärken und enger an den Fußballverein zu binden", so die Stiftung. Jedes Jahr werden 121 Vereinsgruppen aus dem ganzen Bundesgebiet erfasst. Auf Bundesebene gibt es für die 11- bis 13-Jährigen zwei Zeltlager am Lensterstrand, während 21 Gruppen 14- bis 16-Jähriger in drei Standorten – St. Martin, Malente und Parchim – zusammengefasst werden. Auf Ebene der Landesverbände werden 100 weitere Vereine an zwölf Ferienorten intensiv betreut.