
Eutingen - Kurzzeitparkplätze für Bürger, die nur kurz einkaufen gehen möchten, wird die Gemeinde demnächst anbieten. Hierfür sprachen sich die Mitglieder des Bezirksbeirates bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme aus. Um die Kurzzeitparkplätze einrichten zu können, sollen bestehende Parkplätze in der Marktstraße, in der Bahnhofstraße sowie entlang der Hauptstraße (B 14) umgewandelt werden. Hier darf künftig nur noch eine Stunde mit Parkscheibe geparkt werden. Auch in der Pfarrgasse und in der Bergstraße sollen einige Kurzzeitparkplätze angelegt werden. All jene, die länger als eine Stunde bleiben, müssten sich nach anderen Parkplätzen umschauen, so Bürgermeister Armin Jöchle.
Der Arbeitskreis "Einzelhandel" hat ein entsprechendes Parkierungskonzept entworfen, welches die Parksituation verbessern soll. Dieses Parkierungskonzept sieht zum einen die Ausweitung des Parkplatzangebotes durch Schaffung neuer Parkplatzflächen sowie die Ausweisung von Kurzzeitparkzonen vor. Ziel soll es sein, Dauerparker aus dem Ortskern herauszuholen und so die zentralen Parkmöglichkeiten für Einkäufe und Erledigungen wie Banken- oder Behördengänge freizuhalten.
Jöchle wünscht sich, dass mit dem Konzept die Erreichbarkeit des Einzelhandels verbessert wird. Entstehen sollen vier Stellplätze in der Bergstraße und sechs an der Pfarrgasse. Die Parktaschen vor dem Rathaus werden ebenfalls zu Kurzparkzonen, so Jöchle. Ohne Kontrollen sei das Konzept aber "schad ums Geld", daher soll ein Vollzugsbeamter das Parken kontrollieren.
Zudem berichtete Jöchle, dass es Überlegungen gebe, hinter dem Rathaus den Park umzugestalten und zu Parkflächen umzuwandeln. Auch an der Kirche sollen eventuell neue Parkflächen entstehen, die von der Marktstraße angefahren werden könnten. Hier werde es neue Untersuchungen geben, kündigte Jöchle an. Auch oberhalb des Rathauses könnte eine Grünfläche in Parkfläche umgewandelt werden. Da es bei den Planungen um viel Geld gehe, sollen diese der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Auch wolle man sich auf finanziell überschaubare Maßnahmen konzentrieren.
Hubert Lachenmaier sprach sich dafür aus, kleinere Brötchen zu backen. Die große Plaza vor dem Rathaus sei "Zukunftsmusik" und eine Gedankenanregung. Er befürworte aber die Pläne.
Winfried Seele sprach sich dafür aus, es bei den Kurzzeitparkplätzen zunächst mit einer Stunde zu versuchen. In den Nagolder Parkhäusern sei auch die erste Stunde frei. Raimund Pfeffer meinte, man solle die Bergstraße erst einmal ausklammern. Kontrollen seien wichtig, um den Erfolg zu sichern. Michael Kreidler meinte, dass das Parken vor Läden verboten werden solle. Hier kündigte Jöchle an, dass diese Flächen mit einer Zickzackmarkierung in Parkverbotsflächen umgewandelt werden sollen. Mehrheitlich sprach sich der Bezirksbeirat für die neue Regelung aus.