Eutingen Nicht an Unfallfolgen gestorben

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Die Frau wäre offenbar auch ohne den Unfall noch in dieser Nacht gestorben. Symbolbild. Foto: Hopp

Eutingen-Weitingen - Rosina Häsler ist vor zwei Wochen nicht an den Folgen des erlittenen Verkehrsunfall gestorben, wie es im Polizeibericht stand. Grund waren vielmehr verstopfte Arterien.

Diese Information erhielt Rosina Häslers Sohn Gerd von der Verkehrspolizei Tübingen. Sie wäre also auch ohne den Unfall noch in dieser Nacht gestorben.

Doch der Reihe nach: Rosina Häsler lebte im Pflegeheim in Bierlingen und ihr gesundheitlicher Zustand war nicht der beste. Sie verlor immer mehr an Gewicht, in der Woche vor dem Unfall waren es um die sechs Kilogramm. Da das Gebiss aufgrund des enormen Gewichtsverlustes nicht mehr hielt, holte Gerd Häsler seine Mutter an diesem Tag ab, um mit ihr zum Zahnarzt nach Bondorf zu fahren.

Zuvor seit 1981 unfallfrei unterwegs

Nach der Behandlung wollte Gerd Häsler seine Mutter wieder ins Pflegeheim nach Bierlingen fahren. So weit kam es allerdings nicht, da sich gegen 17 Uhr der schwere Verkehrsunfall zwischen Börstingen und dem Eyacher Bahnhof ereignete, den Gerd Häsler verursachte. Er sei eigentlich ein vorsichtiger Autofahrer und sei zuvor seit 1981 unfallfrei unterwegs gewesen. "Außerdem bin ich die Strecke oft gefahren", erzählt er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Gerd Häsler selbst hatte großes Glück, dass er bei dem Unfall nicht verletzt wurde, krachte das andere beteiligte Auto doch in die Fahrerseite. Unmittelbar nach dem Unfall sprach Gerd Häsler seine Mutter an, die über Schmerzen in der Brust klagte, aber ansonsten beim Unfall nichts abbekommen hatte.

Bruch des Brustbeins festgestellt

Trotzdem wurde sie mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus nach Herrenberg gebracht, wo ein Bruch des Brustbeins festgestellt wurde. "Der Arzt hat zuerst gesagt, das sei kein Grund zur Panik", erinnert sich Gerd Häsler.

Kurz darauf änderte sich die Situation aber rapide: Die Blutwerte wiesen exorbitant hohe Zuckerwerte von 1500 mg/dl auf. Ab einem Wert von 250 gilt man als überzuckert, ab 500 können Menschen deswegen ins Koma fallen. Die Ärzte versuchten noch fieberhaft, die Werte zu reduzieren, was aber letztendlich nicht gelang. Rosina Häsler verstarb daher im Alter von 90 Jahren nachts gegen 2.30 Uhr – an den verstopften Arterien.

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