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Eutingen Mit dem Segelflieger im tiefen Sumpf gelandet

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Werkstattleiter Armin Singer (Dritter von rechts) zeigte am Puchacz die Physik des Segelfliegens auf. Foto: Feinler Foto: Schwarzwälder-Bote

Wieso fliegt ein Flugzeug? Diese Frage richtete Werkstattleiter Armin Singer in der Gaststätte "Flieger" an die rund 30 Zuhörer. Bei der zweiten Veranstaltung zur Flugserie der Fluggemeinschaft ging es um das Segelfliegen.

Eutingen. Dieses wurde mit dem Flugzeug SZD-50-3 Puchacz veranschaulicht. So mancher Segelflugfan wurde enttarnt. Edgar Müller führte in den Nachmittag ein. Für Maurice war es ein spannender Vortrag, denn er hatte zahlreiche Fragen. Zusammen mit seinem Papa hörte er gespannt dem Vortrag zu.

Er erfuhr, dass Fliegen über die Tragfläche erfolge. Ein Querschnitt zeigte, dass diese einem Schlitzauge ähnelt. Gespannt schaute Maurice sich die Beispiele an, die Singer parat hielt. An einen Stift hatte der Flieger ein Papier geklebt. "Wenn man unten dagegen bläst, hebt sich das Papier", zeigte er und meinte: "Wenn ich oben dagegen blase, müsste sich das Papier senken." Doch das Gegenteil erfolgte und das Papier ging wieder in die Höhe. Luft werde somit umgelenkt, weshalb ein Flugzeug fliege.

Mit dem Windenstart geht es blitzschnell

Die Startarten wie Windenstart, Eigenstart, Abrollen, Gummiseil und weitere nannte Singer als nächstes. "Was machst du am liebsten?", wollte Maurice wissen. Singer schmunzelte: "Der Windenstart geht ganz schnell. Innerhalb von drei Sekunden ist man von 0 auf 100 Stundenkilometer. Das macht Spaß. Wenn man sich vom Motorflugzeug hochziehen lässt, kommt man jedoch höher." Durch die Winde komme man auf 400 Meter Höhe. Der Segelflieger müsse dann Aufwinde suchen, um aufsteigen zu können.

Wie unsichtbare Straßen beschrieb Armin Singer das Prinzip. Vor allem im Bereich von Wolken gebe es die Möglichkeit zum Aufsteigen. Rund um das Eutinger Fluggelände würden die Flieger zudem einige Stellen kennen, wo der Luftaustausch meist gegeben und ein Aufstieg möglich ist. Singer nannte beispielsweise das Gleisdreieck.

Klappe es mal nicht mit dem Aufsteigen, sei das hier im Südwesten nicht tragisch. "Wir haben die höchste Dichte an Flugplätzen", beschrieb Singer, dass der Pilot dann mit der Flugleitung des Platzes kommunizieren müsse.

Eine Geschichte zum Puchacz hatte er dazu bereit. Bei einem Alpenflug habe man den Eutingern erklärt, dass es eine Ausweichfläche gebe, sollte ein Start mal nicht ganz so funktionieren. "Wir haben aufmerksam zugehört, dachten aber, die Info brauchen wir nicht", so Singer.

Der letzte Start am letzten Tag zeigte das Gegenteil und der Segelflieger musste auf der Ausweichfläche landen. "Kaum haben wir aufgesetzt, sind wir auch schon darin versunken", lacht Singer über die sumpfige Fläche. "Wir haben gefunkt, dass wir sicher auf der Ausweichfläche gelandet sind. Da kam zurück: ›Ah gut, dann wissen wir jetzt auch, dass man da landen kann.‹"

Rausschieben konnte der Pilot den Puchacz nicht mehr. Er brauchte die Hilfe von zwölf Personen, denn der Segelflieger versank immer wieder und in Eutingen war große Putzaktion angesagt.

Wie der Puchacz, dessen Namen aus dem Polnischen übersetzt so viel wie Uhu heißt, aussieht, erfuhren die Besucher in der Werkstatt. Singer beantwortete Fragen und stellte die Geräte im Cockpit vor. Begeistert war Maurice, dessen Leidenschaft das Fliegen werden könnte. "Du wirst sicher mal Flugschüler", sagte Singer und erklärte, dass man ab 14 Jahren mit dem Fliegen in einem der beiden Vereine auf dem Fluggelände beginnen könne.

Doch auch so manchen Erwachsenen packte die Lust, das auszuprobieren. Im Rahmen der Vortragsreihe könnte so das eine oder andere Mitglied gewonnen werden. Die Reihe der Fluggemeinschaft Eutingen wird am Sonntag, 19. Februar, ab 15 Uhr mit der Geschichte des Eutinger Fluggeländes fortgesetzt, über die Ortshistoriker Willi Schaupp referieren wird.

 
 
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