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Eutingen - Es ist ein Traum vieler Reisender: die legendäre Transsibirische Eisenbahn. Bodo und Marianne Weingärtner sowie André und Ursula Weingärtner haben sich diesen Traum erfüllt. Bodo Weingärtner hat das Ganze in einem Bilderreisebericht festgehalten.
Interessenten können sich Einblicke in diese atemberaubende Reise verschaffen, und zwar im Rahmen des NABU-Monatstreff am Freitag, 27. Januar, ab 20 Uhr im Wachhäusle. Weitere NABU-Mitglieder, die in entfernten Ländern waren, sollen später ebenfalls in Wort und Bild berichten, doch die Weingärtners machen nun den Anfang. Bodo Weingärtner ist passionierter Fotograf und Mitglied im Fotoclub Horb. Über diese Schiene waren beispielsweise Bilder von ihm beim Neckarblühen in Horb ausgestellt.
Schon lange, erzählt Marianne Weingärtner, sei diese schier endlose Zugreise ein Wunsch von ihr gewesen. Als ein guter Bekannter dem Ehepaar Weingärtner einen begeisterten Reisebericht abgeliefert hatte, entschloss man sich, ebenfalls eine solche Tour zu unternehmen.
Gesagt, getan. So flogen die vier Reisenden aus Eutingen nach Moskau, um von dort die 7900 Kilometer lange Reise nach Peking per Bahn in Angriff zu nehmen. Die elektrische Lok zog 22 Wagen, davon alleine vier Speisewagen, ausgestattet im nostalgischen Ambiente der Zarenzeit. Gleiches gilt für die mit zwei oder vier Betten ausgestatteten Abteile.
Die Reise führte durch die unendlichen Weiten der russischen Landschaft, also hauptsächlich die sommerliche Taiga, mit Birkenwälder, die immer wieder von Dörfern mit zum Teil recht baufälligen Holzhäusern unterbrochen wurden.
Das erste Ziel war Kasan, die Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tatarstan, weiter ging es nach Jekaterinenburg, wo im Jahr 1918 nach der Revolution durch die Kommunisten die letzte Zarenfamilie den Tod fand.
Weiter ging die Fahrt, die hauptsächlich nachts erfolgte, nach Novosibirsk – der größten Stadt Sibiriens mit 1,5 Millionen Einwohner – und Krasnojarsk. Diese Stadt ist bereits 4100 Kilometer von Moskau entfernt. Nach einer Stippvisite in Irkutsk folgte ein weiterer Höhepunkt der Reise: der Baikalsee. Dieser ist mit einer Länge von 640 und einer Breite von 80 Kilometern der größte Süßwassersee der Erde. Gespeist wird er von rund 330 Flüssen. Es folgte ein Abstecher in die Mongolei, die flächenmäßig fünf Mal so groß ist wie Deutschland, aber nur 2,7 Millionen Einwohner besitzt.
Letzte Station war die chinesische Hauptstadt Peking, die mit pompösen Wolkenkratzern und ultramoderner Architektur einen Kontrast zu den ärmlichen Verhältnissen in der Mongolei bot. Einmal in China, wollten sich die Reisenden die chinesische Mauer nicht entgehen lassen.
"Wir haben Eindrücke mitgenommen, die uns oft unerwartet eine völlig andere Welt zeigten", so Bodo Weingärtner im Rückblick. An den tollen Erinnerungen und den fantastischen Erlebnissen der Reisenden können am Freitag auch die Besucher beim NABU teilhaben.