
Eschbronn-Locherhof (lh). In der Gemeinde Eschbronn wächst der Bedarf einer Ferienbetreuung für Kindergarten-, aber auch für Grundschulkinder.Nachdem die Kommune in den ersten beiden Augustwochen des vergangenen Jahres zum ersten Mal eine Ferienbetreuung für Kinder der beiden Kindergärten anbot, in der immer zwischen elf und 14 Sprösslinge anwesend waren, soll auch in diesem Jahr in der Zeit vom 30. Juli bis 10. August wieder ein Ferienkindergarten eingerichtet werden. Somit wäre der Kindergarten nur in der Woche vom 13. bis 17. August komplett geschlossen. Voraussetzung ist allerdings, dass sich mindestens acht Kinder anmelden. Einzelne in die Sitzung des Gemeinderats gekommene Mütter begrüßten in der Bürgerfragestunde das Angebot der Kommune und regten an, dieses auch auf Grundschulkinder auszudehnen.
Ein Bedarf wäre in den großen Ferien sicherlich vorhanden, weil berufstätige Eltern nicht so viele Urlaubstage hätten. Sofern dies nicht möglich sei, könne mit der Gemeinde Dunningen, die so etwas anbiete, zusammen gearbeitet werden, schlug eine Mutter vor.
Des Weiteren wurde darum gebeten, künftig früher darüber zu informieren, ob eine Ferienbetreuung angeboten werde, da in vielen Betrieben die Urlaubsplanung bereits Anfang Januar abgegeben werden müsse. Die Mitteilung könne ja im gleichen Schreiben erfolgen, in dem über die Schließungstage der Einrichtung Bescheid gegeben werde. Gemeinderat Jochen Auber erinnerte daran, dass vor einem Jahr im Gemeinderat vereinbart worden sei, über den Bedarf von Schulkindern zu reden, wenn die Ferienbetreuung gut angenommen worden sei. Dieser Punkt fehle aber auf der Beratungsvorlage. Außerdem vermisse er das Personal des Kindergartens, das in der Sitzung hätte Auskunft darüber geben können, beklagte Auber.
Während Ratskollege Erwin Ebert die Ansicht vertrat, Grundschulkinder besser in Dunningen unterzubringen, schlug Manfred Schmieder vor, schleunigst den Bedarf zu ermitteln.
Bürgermeister Walter Ziegler wies auf den Urlaubsanspruch des Personals hin. Wenn der Kindergarten nur eine Woche geschlossen habe, müssten die Erzieherinnen den größten Teil ihres Urlaubs während der Öffnungszeiten nehmen. Das bedeute, Ersatz einzustellen, so Ziegler.
Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Fortsetzung der Ferienbetreuung für Kindergartenkinder, die Festsetzung der Gebühr pro Kind und Woche auf 20 Euro sowie die sofortige Ermittlung des Bedarfs von Grundschülern.