Eschbronn Freilaufende Rottweiler nerven und erschrecken Kinder

Schwarzwälder-Bote, 10.07.2012 21:03 Uhr

Eschbronn-Locherhof (lh). Einzelne Bürger beschwerten sich jüngst in der Bürgerfragestunde des Gemeinderats über lautes und lang anhaltendes Gebell sowie frei herumlaufende Rottweiler Hunde.

Wie Holger Jäckle vorwurfsvoll schilderte, dauere die unerträgliche Situation in der Schönbronner Straße in Locherhof an, seit der Hundebesitzer dort vor ungefähr einem Jahr in ein älteres Gebäude eingezogen sei.

Mittlerweile würden bereits Fußgänger auf dem Gehweg einen Umweg nehmen, weil sie vor den herumstreunenden Hunden Angst hätten.

Kürzlich seien Kinder zum Sportgelände im Angel unterwegs gewesen, als plötzlich die großen Hunde auf die Kinder zuliefen. Es könne jedoch aus Erfahrung gefährlich werden, wenn man vor Hunden wegrenne.

Hinzu käme besonders samstags ein unsäglicher Lärm. Er habe deswegen schon wiederholt bei der Polizei angerufen, doch es geschehe nichts. Der Hundebesitzer bekomme lediglich Auflagen, die die Gemeinde kontrollieren müsse.

Ein Klingeln beim Besitzer habe nur kurz für Ruhe gesorgt, dann habe alles wieder von vorn angefangen, beklagte Jäckle. Ihm sei zugetragen worden, dass eine Hundezüchtung mit fünf Tieren existiere, die meist in der Wohnung eingesperrt seien.

Er wolle sich deshalb bei der Gemeinde erkundigen, ob die Anlieger dies sowie Lärm und Krach erdulden müssten, und welche Möglichkeiten es für betroffene Nachbarn gebe. Jeden Samstag die Polizei zu rufen sei nicht gerade toll. "Es macht absolut keinen Spaß mehr, da zu wohnen", bekräftigte Jäckle seinen Frust.

Nachbar Klaus Jäckle bestätigte die Vorwürfe seines Namenskollegen. Die Hunde hielten sich sogar auf seinem Grundstück auf, so Klaus Jäckle. Der Hinweis von Bürgermeister Walter Ziegler, der Hundebesitzer sei aufgrund der Beschwerden von der Verwaltung auf sein Fehlverhalten hingewiesen worden und dies werde nun mit aller Deutlichkeit wiederholt, konnten Holger und Klaus Jäckle nicht beruhigen.

Die Vorfälle, so der Bürgermeister, müssten unbedingt protokolliert werden, um konkreter vorgehen zu können. Der Gemeinderat nahm die Vorwürfe zur Kenntnis, äußerte sich dazu aber nicht.

 
 
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