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Epfendorf Zu Fuß durch die Geschichte

Schwarzwälder-Bote, vom 09.08.2010 20:37 Uhr
Jung und Alt lauschten an den einzelnen Stationen gespannt, als die Laienschauspieler auf der Erkundungstour rund um Trichtingen die Geschichte lebendig werden ließen. 
Foto: Sikeler Foto: Schwarzwälder-Bote
Jung und Alt lauschten an den einzelnen Stationen gespannt, als die Laienschauspieler auf der Erkundungstour rund um Trichtingen die Geschichte lebendig werden ließen. Foto: Sikeler Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Jens Sikeler Epfendorf-Trichtingen. "Kennscht Dau dein Flecka?" Diese Frage stellte der Verein "Landleben" vor der ersten Erkundungstour zum Schloss Lichtenegg und zum Egelsee am Sonntag.Die Antwort muss nach der Tour lauten: "Jetzt kenn i mein Flecka deutlich besser." Ein bunt gemischtes Völkchen hatte sich in der Trichtinger Ortsmitte versammelt. Rund 80 Teilnehmer, vom kleinen Kind bis zum rüstigen Rentner, warteten am Sonntagmorgen schon darauf, dass es endlich losgeht. Dann marschierte Jasmin Holzer-Bar­tosch, eine der Organisatorinnen, vorneweg. Der Weg führte die Wanderer über das Mühlental hinauf zum Schloss Lichtenegg.

Vor dem Aufstieg zum Schloss wartete auf die Wanderer die Müllerstochter Wilhelmine Bader, die ihnen die Geschichte der Mühle erzählte. Der jungen Wilhelmine sollten die Teilnehmer später noch einmal begegnen. Dort allerdings aus einem weitaus traurigeren Anlass: Beim zweiten Auftritt der jungen Schauspielerin ging es um den tragischen Tod der Müllerstochter.

Schlossherrin Daniela Lueg hieß die Besucher persönlich Willkommen und machte sie mit der Geschichte ihres Zuhauses vertraut. Wie es sich für ein Schloss gehört, verfügt auch das alte Gemäuer im Wald bei Trichtingen über ein Verließ. Das zeigte den Besuchern "Leon der Ritter". Die Gründe für die Teilnehmer, bei der Wanderung mitzugehen, ähnelten sich. "Da oben war ich noch nie", sagte einer. "Als Schüler habe ich mal das Schloss besichtigt. Aber das ist schon Jahrzehnte her", resümierte ein anderer.

Auch archäologisch Interessierte kamen bei der Wanderung auf ihre Kosten. Der Grund dafür hieß Alfred Danner. Der passionierte Historiker führte seine Zuhörer in die Geschichte der Keltenschanze ein. Ziel der Wanderung war der Egelsee. Dort hatten die Organisatoren ein imposantes Zelt aufgebaut.

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