
Von Fabian Gand
Epfendorf-Trichtingen. Was lange währt, wird endlich gut. Es gedauert, aber nun bekommen die Trichtinger Jugendlichen endlich ihren eigenen Treffpunkt.Nach jahrelanger Suche nach einer passenden Räumlichkeit und einiger Überzeugungsarbeit bei den Entscheidungsträgern der Gemeinde und den direkten Anwohnern, die sich um die Lärmbelastung sorgten, sowie vielen Stunden Arbeit, die in die Renovierung des Jugendraums gesteckt wurden, steht nun endlich die Eröffnung bevor.
Für Gemütlichkeit sorgen Barhocker, Sofas und ein Billardtisch
Doch vor der Einweihung, die am Sonntag, 29. Januar, ab 14 Uhr im neuen Jugendraum, dem früheren Proberaum des Musikvereins in der Trichtinger Grundschule stattfindet, musste einiges an Arbeit bewältigt werden. Seinen Anfang nahm das Projekt, über das schon seit vielen Jahren gesprochen wurde, als sich einige Jugendliche für einen gemeinsamen Treffpunkt in Trichtingen stark machten.
Karl-Heinz Villinger, der damalige Bürgermeister der Gemeinde Epfendorf, unterstützte die Gruppe, nachdem sie ihm ihren Wunsch vorgetragen hatten und leitete das Projekt von offizieller Seite aus in die Wege. Nach den letztjährigen Wahlen, übernahm der aktuelle Bürgermeister Peter Boch das Projekt und die Bereitschaft, die Trichtinger Jugendlichen zu unterstützen.
Als der örtliche Musikverein in sein neues Vereinsheim einzog, bot sich die Gelegenheit, um den Jugendraum in den nicht mehr benötigten Proberäumlichkeiten der Trichtinger Musiker einzurichten. Nachdem man sich gegen andere Interessenten durchgesetzt hatte, folgte eine längere Planungsphase, an der sich neben dem aus sieben bis acht Personen, bestehenden Kernteam, auch einige Trichtinger beteiligten, die schon etwas länger aus dem Teenageralter herausgewachsen waren.
Der eigentliche Umbau begann allerdings erst im Herbst 2011. Die Beteiligten setzten sich zusammen und teilten die Arbeiten ein. Die Koordination innerhalb des Jugendraumteams wurde über Telefon und mithilfe von facebook bewältigt. Die eigentliche Umbauphase ging schnell über die Bühne. Vieles – zum Beispiel die Bar – ist im Eigenbau entstanden ist.
Um die Kosten, die bei einem solchen Projekt anfallen, zu schultern, sicherte sich die Gruppe die finanzielle Unterstützung von verschiedenen Sponsoren aus dem Umkreis. Neben der bereits erwähnten Bar, gestalteten die Jugendlichen auch die Wände sowie das Jugendraumwappen selbst.
Sollte gerade kein Barhocker frei sein, stehen auch einige Sofas als Sitzmöglichkeiten zu Verfügung. Neben einem Billardtisch, der für einigen Spaß sorgen sollte, wurde auch für die ein oder andere spannende Tischkickerpartie gesorgt.
Damit sich all die Mühen auch gelohnt haben, hoffen die Initiatoren bei der Einweihung und auch danach auf ein gutes Verhältnis zu den Anwohnern und regen Zulauf aus unterschiedlichen Altersklassen.
Während die Älteren die Räumlichkeiten wohl vor allem am Wochenende zum Feiern nutzen werden, können die Jüngeren auch unter der Woche ihre Freude am neuen Trichtinger Jugendraum haben.