
Von Rolf Amann Epfendorf. Im Rahmen einer Kilimandscharotour ist eine Gruppe des Schwäbischen Albvereins Zeuge einer spektakulären Rettungsaktion eines Chinesen geworden.Nachdem die Gruppe den Gipfel des Kilimandscharo (5895 Meter) erreicht hatte, machte sie sich vom Barafu-Camp (4673 Meter) auf den Weg zurück zum Gate. Sie wollte an diesem Tag die gesamte Strecke (2908 Höhenmeter) bis zum Mweka-Gate (1765 Meter) schaffen. Teilnehmer der Expedition waren Rolf Amann, Martin Diechle und Walter Küsel aus Zimmern. Nach wenigen Höhenmetern wurden die drei Zeugen einer spektakulären Rettungsaktion am Berg. Ein jüngerer Chinese, der im Barafu-Camp übernachtete, habe keinerlei Lebenszeichen mehr von sich gegeben, berichten die Bergsteiger nach ihrer Rückkehr. Der Atem stockte, und jegliche Bemühungen seien vergebens gewesen. Die Porter hätten umgehend gehandelt und den Kranken mit einer einrädrigen Liege in Richtung Tal gebracht.
Jede Minute habe gezählt, um den jungen Chinesen in niedrigere Höhen zu bringen. Die Albvereinler konnten beobachten, wie die Porter um das Leben des Chinesen rannten. Der Berg sei teilweise steinig und steil gewesen. Die Gruppe des Vereins habe auch einen Mann abgestellt. Der Guide der Gruppe war mit ihm über Handy immer verbunden, und er berichtete, dass es in diesem Falle sehr ernst um den Kranken gestanden habe.
Nach und nach habe sich dessen Zustand indes gebessert. Als die drei im Mweka Camp (3068 Meter) eine Pause machten, trafen sie die Rettungsgruppe wieder und konnten aufatmen: Der kranke Chinese konnte schon wieder einige Worte sagen. Die Albvereinler übergaben ihm den Rest ihres Traubenzuckers. Es sei ihm immer besser gegangen. Ihr Fazit: Durch den beherzten Einsatz der Porter wurde ein Leben gerettet.