Epfendorf Wenig Freude über Bochs Wahlsieg

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Sabine Wagner (links) und Agnes Haibt vom Bürgerbüro sowie Bürgermeisterstellvertreter Uwe Mei besprechen, was zu erledigen ist. Foto: Danner

Epfendorf - Während Peter Boch seinen Wahlsieg in Pforzheim überglücklich feierte, hielt sich die Begeisterung in Epfendorf am Montag in Grenzen. Denn auf die Gemeinde kommen nun ungewisse Zeiten zu.

Keine Frage – die meisten Epfendorfer gönnen ihrem Schultes den Aufstieg zum Oberbürgermeister der Goldstadt von Herzen. Neben dem Amtsinhaber Gerd Hager habe es am Sonntag aber noch einen Wahlverlierer gegeben: die Gemeinde Epfendorf. So zumindest sieht es ein Kommentator auf der Facebook-Seite von Peter Boch.

Auch im Bürgerbüro will nicht so recht Freude über Bochs Sieg aufkommen. Die Rathaus-Mitarbeiterinnen Sabine Wagner und Agnes Haibt lachen zwar, als sie von einer Bürgerin gefragt werden, ob sie schon den Trauerflor aufgehängt haben. Soweit geht’s dann doch nicht. Ganz im Gegenteil – wenn der Chef am heutigen Dienstag wieder zur Arbeit kommt, erwartet ihn vielleicht sogar eine kleine Überraschung. Schließlich hat er dieser Tage sogar Geburtstag gehabt. Trotzdem – in Jubelstimmung sind die beiden Frauen nicht. Auf die Gemeinde und die Rathausangestellten komme eine ungewisse Zeit zu, sagen sie. Und jede Menge Arbeit. Denn neben der Bundestagswahl gibt es in Epfendorf nun 2017 zudem eine Bürgermeisterwahl zu organisieren. "Angespannt" beschreibe ihren derzeitigen Gemütszustand wohl am besten, meint Sabine Wagner.

Mit Blick auf einen möglichen Nachfolger Bochs machen sich die Mitarbeiterinnen aber auch Sorgen um die Zukunft ihres Ortes. Ringsum haben in den vergangenen Wochen Wahlen stattgefunden. Der "Bürgermeister-Markt" scheint abgegrast. Man wisse ja nicht, wer dann antrete. Abschreckendes Beispiel sei die Kommune Dunningen, die ein Jahr lang ohne einen Bürgermeister auskommen musste, weil das gewählte Gemeindeoberhaupt so lange krank geschrieben war.

Über Bochs schnellen Erfolg ist man im Epfendorfer Rathaus erstaunt. Die meisten hatten zwar damit gerechnet, dass er gewinnt – allerdings erst im zweiten Wahlgang. Offensichtlich seien junge, dynamische Männer gerade gefragt, meint Sabine Wagner lächelnd und verweist auf den Wahlausgang im benachbarten Frankreich.

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