Epfendorf Keine Negativbeispiele im Ort

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Von Marcella Danner

Epfendorf. Laut Verteilerschlüssel des Landkreises muss Epfendorf – Stand heute – bis zum Jahresende 120 bis 130 Flüchtlinge aufnehmen. Derzeit leben rund 50 Asylsuchende in der Gemeinde. Im Februar kommen weitere 25 bis 30 Menschen hinzu. Das Gebäude Im Winkel 2 in der Ortsmitte wurde dem Landratsamt von privater Hand zur Miete angeboten. Hier werden die Flüchtlinge untergebracht.

"Wir haben hier bisher ein homogenes Miteinander", sagte Bürgermeister Peter Boch in der Ratssitzung in seinem Bericht zum aktuellen Stand. Der Flüchtlingskreis trage mit seinen ehrenamtlichen Helfern sehr zur entspannten Situation bei. Dafür gab’s ein dickes Dankeschön.

Inzwischen kann im alten Schul-Pavillon Deutschunterricht angeboten werden. Dort ist auch die Kleiderkammer untergebracht. Die Kirchengemeinde engagiere sich mit dem Café "KOMM", sodass Integration stattfinden könne.

"Wir haben hier noch keine Negativbeispiele gehabt, wie wir sie zum Teil in den Medien sehen können", gab sich der Bürgermeister zuversichtlich. "Mal sehen, wo uns die Reise noch hinführt." Doch wenn es so weiter gehe wie bisher, mache er sich überhaupt keine Sorgen, "dass wir es packen können."

Neue Unterkunft ist in Privathaus Im Winkel geplant

Derzeit sind die Flüchtlinge alle im Kernort Epfendorf untergebracht. In der Bürgerfragestunde hatte sich eine Trichtinger Bürgerin zu Wort gemeldet.

Sie habe gehört, in einem Privathaus in der "Halde" sollen 30 Asylbewerber untergebracht werden. Das war auch Boch bereits zu Ohren gekommen.

Vom Landratsamt habe er jedoch keine Bestätigung bekommen. Grundsätzlich, so der Bürgermeister, sei die Verwaltung jedoch froh, wenn Wohnraum von privater Seite angeboten würde. Zumal der Wohnungsmarkt in Epfendorf ohnehin ein heiß umkämpfter sei – mal ganz unabhängig von der Flüchtlingsunterbringung. Zudem habe er bereits Anfragen von Flüchtlingen mit Bleiberecht, die sich gerne in Epfendorf niederlassen würden. Das Ziel sei ja schließlich die Integration auf lange Sicht. Förderprogramme zur Schaffung von sozialem Wohnraum, die vom Land aufgelegt wurden, rechneten sich allerdings im ländlichen Raum noch nicht, so Boch. "Da tun sich die Bauträger schwer."

Insgesamt sieht Boch Epfendorf in Sachen Flüchtlingsunterbringung aber "in ruhigem Fahrwasser."

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