Von Bernd Lamberth Epfendorf. Mit knapp 1, 7 Millionen Euro Kosten rechnet das Architekturbüro Ettwein für den Umbau des Epfendorfer Rathauses.Mit dem geplanten Rathausumbau befasste sich der Epfendorfer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Dazu begrüßte Bürgermeister Peter Boch die Architekten Manfred Ettwein und Helge Werni vom beauftragten Architekturbüro Ettwein sowie Mike Lux von der Stadtentwicklung (STEG).

Rückblickend erläuterte Boch, dass in der Gemeinderatssitzung vom 11. September vereinbart worden sei, dass sich ein Arbeitskreis mit der Thematik der Rathaussanierung befassen solle, um zum einen die Raumeinteilung zu beraten und zum anderen auch nach Kosteneinsparmöglichkeiten zu suchen. Hintergrund waren die Vorgaben des Regierungspräsidiums bezüglich eventueller Fördermöglichkeiten im Rahmen des Landessanierungsprogramms und des Ausgleichstocks.

Der Arbeitskreis hatte am 18. September getagt, seine Überlegungen flossen in die Entwurfsplanung des Architekturbüros Ettwein ein, die von den beiden Architekten nunmehr dem Gremium vorgestellt wurde.

Nachdem Ettwein die Entwurfsplanung präsentiert hatte, ging Werni auf die aktuelle Kostenschätzung ein. Die geschätzten Gesamtkosten bezifferte er auf knapp 1 690 000 Euro.

Bei der anschließenden Diskussion betonte Gemeinderat Holger Berndt zwar die Notwendigkeit des Rathausumbaus, kritisierte jedoch, dass es keine Alternativpläne für dieses Projekt gegeben habe. Gemeinderat Uwe Mei sprach hingegen von einer guten Lösung für die Gemeinde, während Jürgen Behr auf die Einhaltung des Kostenrahmens seitens des Architekturbüros pochte.

Bei sechs Gegenstimmen stimmte der Gemeinderat den Planungen und der Kostenaufstellung zum Rathausumbau Epfendorf – wie vom Büro Ettwein dargestellt – zu. Weiter stimmte der Gemeinderat dem Passus zu, dass vorbehaltlich der Bewilligung der beantragten Zuschüsse aus dem Landessanierungsprogramm und dem Ausgleichsstock die Sanierung des Rathauses Epfendorf entsprechend den vorliegenden Planungen umgesetzt wird.

Anschließend gab Mike Lux von der STEG einen Sachstandsbericht über die laufenden und geplanten Maßnahmen innerhalb des Sanierungsgebiets Epfendorf "Ortsmitte" und stellte die finanzielle Situation dar. Die STEG wurde von der Gemeinde beauftragt, als Sanierungsträger zu fungieren.

Laut Lux kann die Gemeinde mit einem Zuschuss von rund 465­ 000 Euro aus dem Landessanierungsprogramm rechnen, sofern dem bis Ende des Monats zu stellenden Erhöhungsantrag seitens des Regierungspräsidiums stattgegeben wird. Außerdem könne die Gemeinde mit einem namhaften Zuschuss aus dem Ausgleichsstock rechnen.

Der Sachstandsbericht der STEG wurde vom Gremium einstimmig zur Kenntnis genommen.

Weiter beschloss der Epfendorfer Gemeinderat einstimmig, einen Aufstockungsantrag zur Erhöhung des Förderrahmens in Höhe von gut 355 000 Euro zu stellen, gleichzeitig soll die Verlängerung des Bewilligungszeitraums bis 31. Dezember 2014 beantragt werden.