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Epfendorf Erster Schritt zur Gewässer-Sanierung

Schwarzwälder-Bote, vom 13.08.2010 21:31 Uhr
Mit einem Bagger wurde die Flachwasserzone ausgehoben. Nachdem der Schlamm abgepumpt ist, soll darin im Herbst Schilf gepflanzt werden. Foto: Dufour
Mit einem Bagger wurde die Flachwasserzone ausgehoben. Nachdem der Schlamm abgepumpt ist, soll darin im Herbst Schilf gepflanzt werden. Foto: Dufour

Epfendorf-Trichtingen. Der Trichtinger Weiher ist ein Sanierungsfall. Um zu verhindern, dass der See "umkippt", packen die Fischer jetzt kräftig an. Vor wenigen Tagen rollten die Bagger an, um eine ökologisch wertvolle Flachwasser- und Schilfzone zu schaffen.Das Problem des vereinseigenen Gewässers: Es bekommt keine Luft mehr. Im Lauf der Jahre hat sich eine bis zu 80 Zentimeter starke Schlammschicht aus abgestorbenen Pflanzenresten und Oberflächensedimenten auf dem Grund des Sees aufgebaut. Im vergangenen Sommer mussten die Fischer immer wieder Belüftungsmaßnahmen ergreifen, um den See vor dem "Umkippen" zu bewahren. Letzteres hätte nach Angaben des Fischereivereins zur Folge, dass das Gewässer biologisch tot wäre und durch die Fäulnisvorgänge alle Lebewesen absterben würden.

Nach langem Suchen fand der Fischereiverein eine Spezialfirma, die den Schlamm Umweltschonend mit einem Schwimmbagger vom Teichboden absaugen soll (wir berichteten). Im Herbst soll die Reinigungsmaßnahme über die Bühne gehen. Über Leitungen soll der Schlamm auf die umliegenden Äcker verteilt und nach dem abtrocknen von den Landwirten als Bodenverbesserung untergepflügt werden. Diese Methode bietet gegenüber dem herkömmlichen Ausgraben laut Fischereiverein den Vorteil, dass das Wasser im See bleibt und der Tierbestand dadurch erhalten bleibt. Durch den Einsatz des Spezialboots würden außerdem keine Schäden an den sensiblen Uferbereichen entstehen.

Als erste Maßnahme zur Erhaltung des Gewässers wurde nun eine circa 150 Quadratmeter große Flachwasserzone geschaffen. Der etwa 40 Zentimeter tiefe Niedrigwasserbereich wurde mit einem Bagger ausgehoben und die circa 100 Kubikmeter Erde von Landwirt Jörg Schaal mit seinen Traktoren und Wägen abgefahren. Die Flachwasserzone wird im Herbst mit Schilf angepflanzt. Das Schilfgras soll dem Wasser nach der Entschlammung wie ein natürlicher Filter die reichlich vorhandenen Nährstoffe entziehen und gleichzeitig Sauerstoff ins Wasser einbringen. Flachwasserzonen gelten laut Fischereiverein als die artenreichsten Bereiche in Gewässern und seien ökologisch sehr wertvoll. Gleichzeitig helfen sie, die Gewässer in ihrem ökologischen Gleichgewicht zu halten. Und dies, betonen die Angler, sei ihnen nach der Entschlammung des Weihers äußerst wichtig und ein großes Anliegen.

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