Epfendorf Ende der Schlagloch-Piste in Trichtingen

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Die "Halde" in Trichtingen wird saniert. Foto: Danner

Epfendorf - Die Anlieger der "Halde" in Trichtingen monieren schon lange den schlechten Zustand der Straße. Jetzt soll sie saniert werden.

Entsprechend groß war im Epfendorfer Gemeinderat am Dienstagabend das Bürgerinteresse, als Bernd Ohnmacht vom Sulzer Büro "ITON" die Planung vorstellte. Er hatte eine gute Nachricht im Gepäck. Die Kanalfilmung im Dezember vergangenen Jahres hatte ergeben, dass die Rohre keineswegs ausgetauscht werden müssen. In der Kostenrechnung war man noch von einer Komplettsanierung ausgegangen. Somit kommt das Vorhaben im ersten Bauabschnitt nun rund 150 000 Euro billiger, als gedacht.

Die Untersuchung habe ergeben, dass die Rohre zwar kleine Löcher haben. Diese Schäden könnten aber punktuell saniert werden. Auch die Verdichtungsarbeiten des Straßenbaus stellten keine Gefahr für den Kanal dar, erklärte Ohnmacht auf Anfrage aus dem Gremium.

Kanal ist nicht marode

Gemeinderat Holger Berndt war etwa irritiert von der neuen Situation. Schließlich habe man den vorderen Teil der "Halde" auf die Prioritätenliste gesetzt, weil man davon ausgegangen war, dass der Kanal marode sei. Im Nachhinein müsse man nun feststellen, dass der hintere Bauabschnitt eigentlich der dringlichere wäre, weil dort die Rohre wohl stärker beschädigt seien. Bürgermeister Peter Boch erklärte, man wäre ohnehin mit dem ersten Bauschnitt in die Maßnahme eingestiegen, da auch die Gasanschlüsse mitverlegt würden.

Die Planungen sehen vor, dass der Gehweg vom südlichen Teil der "Halde" auf den nördlichen verlegt wird. Er soll wieder gepflastert werden. 370 Quadratmeter Gehwegfläche sind zu bauen. Die Straßenfläche beträgt fast 1500 Quadratmeter. Elf neue Leuchten mit LED-Technik werden montiert. Den Gemeinderäten werden verschiedene Modelle vorgestellt, sodass sie sich eines aussuchen können. Zudem wird der Stromversorger im Zuge der Sanierungsmaßnahme die Masten auf den Dächern abbauen und die Kabel in die Erde verlegen. Anwohner, die ihre Anschlussleitung auf eigene Kosten richten lassen wollen, sollten sich rechtzeitig bei der Verwaltung melden.

Mit knapp 400.000 Euro wird sich die Maßnahme im Stadtsäckel niederschlagen. Im Haushalt sind 538.000 Euro eingestellt.

Im Mai sollen die Arbeiten vergeben werden. Bis im Sommer, so der planende Ingenieur Ohnmacht, sei der Leitungsbau drin und die Gräben wieder zu. Dann könne die Straße zumindest provisorisch wieder genutzt werden. Er rechne mit der endgültigen Fertigstellung im Herbst.

Für die Zeit der Sperrung kann der Schulbus nicht mehr in die "Halde" fahren. Die Kinder müssten dann an der "Kanne" in der Ortsmitte einsteigen. Das sieht Gemeinderat Andreas Schäuble sehr kritisch. Die Schüler müssten die Straße überqueren. Bei dem hohen Lastwagen-Aufkommen eine gefährliche Sache, monierte Schäuble.

Auch Ratskollege Joachim Braun wünscht sich eine andere Lösung. Er regte an, den Schulbus "Im Eigental" halten zu lassen. Dies könne eine grundsätzliche Reglung werden, unabhängig von der Baustellen-Sperrung. Bürgermeister Boch will nun beim Busunternehmen nachfragen.

Weitere Informationen: Für die Anwohner der "Halde" aber auch für andere interessierten Bürger findet am 15. Februar ab 18.30 Uhr im Schützenhaus eine Informationsveranstaltung statt.

  
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