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Epfendorf Ein Jahr weit weg in Mexiko

Schwarzwälder-Bote, vom 12.08.2010 20:33 Uhr
Als Ministrantin in Harthausen wird man Simone Schenk (links) vorerst nicht mehr sehen. Die junge Christin engagiert sich ein Jahr im weltkirchlichen Friedensdienst in Mexiko. 
Foto: Rapp Foto: Schwarzwälder-Bote
Als Ministrantin in Harthausen wird man Simone Schenk (links) vorerst nicht mehr sehen. Die junge Christin engagiert sich ein Jahr im weltkirchlichen Friedensdienst in Mexiko. Foto: Rapp Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Ilse Rapp Epfendorf-Harthausen. Adiós St. Michael, hola "Megapolis Mexiko": Für ein Jahr lässt Simone Schenk das heimische Harthausen hinter sich und engagiert sich im weltkirchlichen Friedensdienst in einer Ballungsregion Mexikos.In einem Aussendungsgottesdienst in der St.-Michaels-Kirche schickten Dekan Albrecht Zepf und die Gläubigen die Oberministrantin kürzlich offiziell hinaus in die Welt. Familie, Freunde und Bekannte nahmen an diesem nicht all-sonntäglichen Gottesdienst teil. Zepf ging persönlich auf Simone Schenks Vorhaben ein. Weltkirchlicher Friedensdienst bedeute, ein Jahr in einem anderen Land, einer anderen Sprache und einer anderen Kultur leben und dabei an sinnvollen Projekten mitarbeiten. Das bedeute auch, Kirche ganz anders zu erleben, als man es von zu Hause gewohnt sei, und zu erfahren, wie sich das globale Wirtschaftssystem auf der anderen Seite auswirkt.

Mit der Beschaulichkeit ihrer Heimatgemeinde ist es für Simone Schenk während ihres weltkirchlichen Friedensdienst erst einmal vorbei. Denn ihre Einsatzstelle wird die Pfarrei Maria Reina in der Diözese Neza sein. Die Diözese ist ein integraler Bestandteil des riesigen Ballungsgebiets "Megapolis Mexiko", in dem mehr als 20 Millionen Einwohner leben.

Errichtet wurde die Diözese vor gut 30 Jahren, um dem enormen Bevölkerungswachstum in diesem Großgebiet aus kirchlicher Sicht gerecht zu werden. Dort wird Schenk ein Jahr lang Leben und Arbeiten und dabei Mexiko aus ihrem ganz eigenen Blickwinkel heraus entdecken.

Kerze als symbolisches Licht aus der Heimat

Die stellvertretende Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, Elisabeth Berndt, gab Schenk eine Kerze mit auf den Weg, damit immer ein Licht aus ihrer Gemeinde bei ihr sei. Vor allem aber bekam die Oberministrantin eine ganze Ladung guter Wünsche mit auf ihren Weg. Oberministrant Thomas Bechle überreichte Simone Schenk ein Gruppenbild der Ministrantengemeinschaft Harthausen als Erinnerung an die Heimat. Nach dem Gottesdienst nutzten die Gemeindemitglieder in einem Stehempfang die Möglichkeit, mit Schenk vor ihrer großen Reise nach Mexiko noch einmal ins Gespräch zu kommen.

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