Von Jürgen Baiker

Empfingen. Das katholische Altenwerk lud zu einem besinnlichen Adventsnachmittag in die Georgstube ein.

Altenwerksleiterin Brigitte Hirt drückte ihre Freude darüber aus, dass so viele gekommen waren. Die Georgsstube war voll besetzt. Nach Kaffee und Weihnachtsgebäck lud Altenseelsorger Pater Artur Hand die Anwesenden ein zu einer besinnlichen Stunde.

Unsere Dörfer sind festlich geschmückt, überall gibt es Weihnachtmärkte. Auch zu Hause versuchen viele, die eigenartige Stimmung des Advents einzufangen, ein Adventskranz und adventliche Gestecke schenken etwas von dieser Stimmung.

Nicht die Geschenke stehen an Weihnachten im Mittelpunkt

"In dieser ganzen Stimmung wollen wir nicht vergessen, worauf wir uns im Advent vorbereiten", so Pater Hand: Auf das Fest der Geburt des Herrn. "Nicht die weihnachtliche Stimmung, das Weihnachtsfest, die Geschenke stehen im Mittelpunkt, sondern dass Gott einer von uns geworden ist. Der Advent und Weihnachten mögen noch so schön und anrührend sein, die Geschenke noch so wertvoll, wenn der Mittelpunkt des weihnachtlichen Festes fehlt, dann freuen wir uns vielleicht ein paar Stunden, aber im Leben, im Alltag wird sich nichts ändern", so Hand.

Das katholische Altenwerk feiert im kommenden Jahr sein 35-jähriges Bestehen. Es wurde 1977 von Pfarrer Adolf Leberer, Elisabeth Petersen, die damals schon Besuchsdienste machte, und Elisabeth Schäfer, die die Leitung übernahm, gegründet. Kurz danach kam auch Albertine Seidel zum Team. Besonders beliebt waren die Wallfahrten, bei denen auch alte Empfinger Lieder gesungen wurden, die nur mündlich überliefert sind. 1998 wurde Elisabeth Schäfer nach 21 Jahren verabschiedet. Brigitte Hirt, Käthe Reich und der damalige Diakon Manfred Glittenberg waren bereit, als Leitungsteam das Altenwerk weiter zu führen.

Bürgermeister Albert Schindler erklärte damals, dass aus Sicht der Gemeinde die Altenarbeit erst vor rund 25 Jahren (1973) an Bedeutung gewonnen habe. Vor 30, 40 oder gar 50 Jahren habe man für solche Aktivitäten keine Zeit gehabt, da die Zahl der Nebenerwerbslandwirtschaften hoch gewesen sei. Heute (gemeint ist 1998) sei man fast schon im Freizeitstress. Das Altenwerk wurde gegründet, weil man merkte, dass die Leute Stellen brauchen, wo sie sich treffen können, so Schindler damals.

Im Lauf der Jahre hat sich vieles verändert, auch personell. Brigitte Hirt wird aktuell unterstützt von Agnes Rebmann, Maria Reich, Rosberta Seifert, Annemie Hauser, Anni Kotz und Zita Kronenbitter. Für die Seelsorge ist Altenseelsorger Pater Artur Hand zuständig.

Zu den jährlichen Aktivitäten gehört immer im September eine Dekanatswallfahrt, eine Fasnetsveranstaltung, Fastenandachten und anderes mehr. Jeden Monat gibt es einen Seniorennachmittag, der in der Regel von 25 bis 30 Seniorinnen besucht wird. Früher waren es bis 100, so Hirt.