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Empfingen Wiesenstetter Wehr wird aufgerüstet

Schwarzwälder-Bote, vom 08.02.2012 21:00 Uhr
So sieht es aus, das neue Feuerwehrfahrzeug für die Abteilung Wiesenstetten – das STLF 10/6.  
Foto: Ziegler Foto: Schwarzwälder-Bote
So sieht es aus, das neue Feuerwehrfahrzeug für die Abteilung Wiesenstetten – das STLF 10/6. Foto: Ziegler Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Joachim Frommherz

Empfingen. 200 000 Euro investiert die Gemeinde Empfingen in ein neues Fahrzeug für die Feuerwehrabteilung Wiesenstetten.Gesamtkommandant Dieter Eger zerstreute mit seinen gewichtigen Argumenten jegliche möglichen Restzweifel – falls diese jemals vorhanden waren.

Denn die Entscheidung für die Neuanschaffung war bereits in den Haushaltsberatungen am Freitag zu erkennen. Hier hatte man die Anschaffung eines Staffellöschfahrzeugs (STLF 10/6) für die Feuerwehr Wiesenstetten anstandslos durchgewunken. Xaver Kleindienst meinte folglich, dass eine Entscheidung gegen das Fahrezug fatal wäre. Man müsse sich den modernen Anforderungen stellen und als Gemeinde von der technischen Seite jede mögliche Unterstützung leisten. Das sei man den Bürgern schuldig.

Mit seiner Entscheidung hat der Gemeinderat nun den Weg freigemacht für einen Zuschuss des Landes, den es für die Neubeschaffung gibt. Die Zeit drängte, denn bis zum 15. Februar muss der Antrag beim Landratsamt Freudenstadt sein.

Wie wichtig diese Anschaffung für die Empfinger Wehr ist, zeigte sich auch in der Präsenz der "Floriansjünger" in der Gemeinderatssitzung. Neben dem Empfinger Gesamtkommandanten Dieter Eger aus Wiesenstetten waren auch der Kommandant der Empfinger Abteilungswehr, Rolf Hauser, sowie Kreisbrandmeister Frank Jahraus bei der Sitzung anwesend.

Eger vermittelte in einem Sachvortrag die verschiedenen Vorzüge des neuen Fahrzeugs, welches das Tragkraftspritzenfahrzeug, Baujahr 1988, ersetzt. Ganz vorne hob er den 600 bis 1000 Liter fassenden Wassertank hervor, den es beim jetzigen Fahrzeug nicht gebe. Mit diesem könne man sofort in den Brandangriff übergehen. Des Weiteren ermöglicht das STLF 10/6 den Feuerwehrleuten bereits auf der Anfahrt zum Einsatz den Atemschutz anlegen. Dies sei eine deutliche Zeitersparnis, die Leben retten könne, wenn man bedenke, dass im Ernstfall ein Mensch, der Rauch ausgesetzt sei, gerade einmal 17 Minuten habe für eine Reanimation habe. Darüber hinaus werde diese schwierig.

Auch könne mit einer entsprechenden Anlage der Einsatzort fürs erste grob ausgeleuchtet werden, so Eger weiter und die Schläuche seien so angeordnet, dass ein Mann alleine einen Schlauch verlegen könnte.

Als sonstige Vorteile nannte er auch, dass die Gerätschaften so gelagert seien, dass mehrere Personen gleichzeitig arbeiten könnten und dass das Fahrzeug technisch natürlich besser ausgestattet sei – beispielsweise mit einer Servolenkung, die wichtig sei im Einsatz. Kreisbrandmeister Frank Jahraus hatte den Ausführungen von Eger nichts Neues mehr hinzuzufügen – unterstrich aber noch einmal, wie wichtig es sei, auf dem neuesten technischen Stand zu sein.

Alle dieses Argumente ließen den Räten keine Zweifel daran, dass man die Mittel für das Staffellöschfahrzeug bewilligt. Läuft mit dem Zuschuss alles normal, kann man bis Juni/Juli mit dem Bewilligungsbescheid rechnen und dann bestellen. Mit der Lieferung des Fahrzeuges wäre dann ein halbes bis ein dreiviertel Jahr später – also nicht vor Anfang 2013 – zu rechnen.

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