
Von Karl Gaus
Empfingen. Trauer herrscht in Empfingen über den Tod von Heinz Buchal aus der Dettenseer Straße. Nach längerer Krankheit ist der erfolgreiche Geschäftsmann im Alter von 81 Jahren im Krankenhaus in Sindelfingen verstorben.
Er hat sich in besonderer Weise in der Gemeinde und für deren Vereine engagiert.
Heinz Buchal wurde am 26. August 1930 in Hindenburg (Oberschlesien) geboren. Mit seiner Mutter und der elf Jahre jüngeren Schwester Jutta war er 1945 auf der Flucht und kam über Breslau und Frankfurt/Oder nach Berlin. Vor der Flucht besuchte Heinz Buchal die Lehrerbildungsanstalt in Neiße. Der Vater war zu dieser Zeit im Krieg bei Stalingrad und kam 1946 aus der amerikanischen Gefangenschaft zurück. Das Rote Kreuz führte die Familie in Uffing am Staffelsee (Oberbayern) zusammen. Dort hat der Verstorbene auch seine Jugendzeit verbracht und den Beruf des Elektrikers erlernt.
Über den Fußball kam er nach Ehningen bei Reutlingen, wo er in der damaligen zweiten Amateurliga gespielt hat. Deshalb ist er auch 1952 mit seinen Eltern und seiner Schwester nach Pfullingen umgezogen.
Auf einer Durchreise hat er im Gasthaus "Löwen" in Empfingen Halt gemacht und seine spätere Frau Agnes Walter kennengelernt. Er heiratete 1954 und zog in seine neue Heimat nach Empfingen. In den Jahren 1955 bis 1965 kamen die vier Kinder Evelyn, Bettina, Jürgen und Anja zur Welt.
Im Jahr 1964 gründete Heinz Buchal das Unternehmen Zollern-Matten-Buchal, welches kurze Zeit später in die Firma hebu umbenannt wurde. Durch seine enorme Willens- und Schaffenskraft entwickelte sich im Laufe der Jahre ein stattliches Unternehmen. Er war ein Unternehmer mit Herz und Weitblick und betrachtete seine Firma stets als seine Familie. 1993 zog er sich aus dem aktiven Geschäftsleben zurück, nachdem er bis dahin bereits zwei Herzinfarkte erlitten hatte. 2004 feierte das Ehepaar Buchal das Fest der Goldenen Hochzeit. Die Leidenschaft von Heinz Buchal war das Reisen. Er war wissbegierig und wollte andere Länder und Kulturen kennenlernen. Mit seiner Frau und immer in Begleitung von Freunden, unternahm er solange er gesund war, viele Reisen. Noch im vergangenen Jahr träumte er davon, mit seiner Familie eine Kreuzfahrt unternehmen zu können. Doch er war auf das Dialysezentrum angewiesen.
In den letzten fünf Jahren war Heinz Buchal durch verschiedene schwere Krankheiten und Operationen gezeichnet und erlag schließlich in der Nacht von Freitag auf Samstag seinem Leiden. Um ihn trauern neben seiner Frau Agnes seine vier Kinder, zehn Enkel und ein Urenkel.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit hatte Heinz Buchal auch immer ein offenes Ohr für die Belange der örtlichen Vereine. So hat das Ehrenmitglied der Sportgemeinschaft Empfingen (SGE) zusammen mit Theo Reich 1961 das Straßenpokalturnier ins Leben gerufen. Er war 1981 Mitbegründer des Fischereivereins "Anker", den er bis 1985 als Vorsitzender führte. Auch viele andere Empfinger Vereine hat der Verstorbene als Fördermitglied finanziell unterstützt. In besonderer Weise hat er auch für die Renovierung der Pfarrkirche St. Georg Geldspenden zur Verfügung gestellt. Heinz Buchal gehörte auch dem Lionsclub Horb/Sulz an.
Totenrosenkranz ist am Donnerstag, 9. Februar, um 18.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Georg. Der Trauergottesdienst folgt am Freitag, 10. Februar, um 14 Uhr in der Empfinger Kirche. Die Urnenbeisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis statt.