Von Jürgen Baiker

Empfingen. Museen gibt es viele. Doch nicht jeder hat gleich eines zu Hause. So wie der Empfinger Wolfgang Bossenmaier, der Geräte sammelt, die etwas mit Strom zu tun haben – so zum Beispiel vor allem Lampen.

Es gibt allerhand an Hobbys, denen man teils erst im Rentenalter den notwendigen Zeitaufwand widmen kann, aber auch solche, die einen seit Beginn des Berufsleben begleiten. So ist es bei Wolfgang Bossenmaier, der in Empfingen bekannt ist als Elektriker und als Radsportler und sich in der Narrenzunft aktiv ins Dorfleben miteinbringt.

Dass er ein außergewöhnliches Hobby hat, dürfte nicht jedem bekannt sein, es sei denn, dass er seine Zottla-Schier öffnet und mit Kameraden feiert.

Lampen hat er alle selbst repariert

Seit dem Beginn seiner Ausbildung als Elektriker sammelt er alte Lampen, Radiogeräte, auch Schrankfernseher, Stromzähler, Schalter, einfach alles, was mit Strom zu tun hat. Es muss nur alt sein. Die Lampen hat er alle repariert, sie funktionieren, und tun teilweise auch heute ihren Dienst im Haus. Auch alte Schalter wurden teilweise reaktiviert.

Früher, als er noch bei seinen Eltern lebte, habe er alles in Schachteln verstauen müssen, erzählt Bossenmaier im Gespräch mit unserer Zeitung. Seit dem Umzug 1999 mit seiner Familie in die Horber Straße, dem früheren Haus von Reinhard Brändle, hat er genügend Platz, um all seinen Sammlungen einen würdigen Platz zu geben. Überhaupt das ganze Haus strahlt ein heimeliges Flair aus.

Im ausgebauten Bühnenraum steht sogar noch der Schreibtisch von Schreinermeister Reinhard Brändle, an dem dieser seine Rechnungen geschrieben hat. Ein Kronleuchter, der früher im Sitzungssaal im Rathaus hing, ist eines seiner Glanzstücke.

Beim Durchgang durch sein privates Museum zeigte sich schnell, dass sich auch sein Sohn Lukas von diesem Hobby anstecken lässt und auch mit viel Interesse und Kenntnis einzelne Stücke kommentierte.