Von Jürgen Baiker

Empfingen. Die letzte öffentliche Sitzung des Gemeinderats Empfingen hatte nur ein großes Thema – die Änderung der Friedhofssatzung und die Erhöhung der Bestattungsgebühren.

Der generelle Wandel der Grabkultur erforderte eine Anpassung des Belegungskonzeptes an den geänderten Bedarf. Damit wollte man auch den Wünschen der Bevölkerung entgegenkommen und künftig in beiden Friedhöfen (Empfingen und Wiesenstetten) neue Grabarten anbieten. So war es daher auch notwendig, die Friedshofssatzung vom 23. November 2010 anzupassen.

Die Ruhezeiten wurden neu geregelt, auch festgehalten, dass Grabmale nur aus fairem Handel stammen dürfen, also ohne ausbeuterische Kinderarbeit im Sinne der Konvention 182 der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hergestellt sind.

Dazu müssen anerkannte Zertifikate oder eine glaubhafte Eigenbescheinigung vorgelegt werden.

Die Verwaltung weiß, dass ein hundertprozentiger Kostendeckungsgrad nicht erreicht werden kann. Nach Ansicht der Verwaltung sollte mittelfristig ein Kostendeckungsgrad von 50 bis 60 Prozent angestrebt werden.

Die Benutzung der Leichenhalle wird zukünftig 180 Euro kosten (bisher 150 Euro); Die Preise für Reihengräber sehen wie folgt aus: Reihengrab für Personen unter sechs Jahren (Kindergrab 290 Euro,bisher 280 Euro); Reihengrab für Personen im Alter von sechs und mehr Jahren 780 Euro (bisher 750 Euro). Wahlgräber: Doppelgrab 1760 Euro (bisher 1450 Euro); Doppeltiefes Grab 1150 Euro (bisher 1040 Euro); Urnengrab (25 Jahre) 480 Euro (bisher 450 Euro); Urnengrab (15 Jahre) 370 Euro (bisher 350).

Für die Pflege von Rasengräbern kommen Zuschläge hinzu, so für ein Reihengrab 900 Euro (bisher gleich); Doppeltiefes Reihengrab 1030 Euro, für ein Urnengrab (25 Jahre) 530 Euro; für ein Urnengrab (15 Jahre) 410 Euro (bisher 350 Euro).

Die Gebühren wurden damit um 3,57 bis 21,38 Prozent erhöht. Beim bisherigen Doppelgrab geht man davon aus, dass dieses in der Praxis nicht mehr in Anspruch genommen wird. Das Beerdigungsinstitut Friedrichson kann seine Leistungen um fünf Prozent erhöhen.

Sowohl die veränderte Satzung als auch die neuen Gebühren sollen ab 12. Januar in Kraft treten.