Empfingen Kann man sich mit so vielen Gabelstaplern verheben?
Schwarzwälder-Bote, 17.08.2012 20:50 UhrVon Jürgen Lück
Empfingen. Karsten Pieckert, Geschäftsführer des Spapler Center Pieckerts, steht auf dem Hof. Drei Lkw stehen hintereinander. Der abgeladene Stapler steht im Weg. Dahinter im Süden eine freie Fläche mit Kran und einer Baumaschine.
Er sagt: "Sehen Sie, hier ist es einfach zu eng geworden. Die Mietstapler stehen gedrängt in einer Halle, können nicht rangiert werden."
Ein gerader, offener Blick. Die Ärmel des weißen Hemdes sind hochgekrempelt.
Schon im September wird dort, wo der Kran steht, die Bodenplatte gegossen. Dann wird asphaltiert. Im November soll die neue Halle mit 1500 Quadratmetern südlich dann fertig sein. Für Pieckert "eine vernünftige Investition in die Zukunft." Hier entsteht eine neue Logistik, um die Verladung der gut 25 Gabelstapler, die hier jeden Tag in Empfingen umgeladen werden, zu optimieren. Und endlich genügend Platz, um die Mietstapler besser aufzustellen.
Kann man sich mit Gabelstaplern verheben, Herr Pieckert? Er lacht: "Wir haben die Gebietsvertretung in Baden-Württemberg für namhafte Gabelstapler-Firmen. Wenn man jedes Jahr zwischen 250 und 300 Stapler verkauft, müssen die einmal im Jahr zur UVV, dem sogenannten Stapler-TÜV und zur Wartung. Pro Jahr brauchst Du dann drei Monteure mehr."
1997 wurde das Stapler Center Pieckert gegründet. Macht bis heute 15 Jahre. Das müssten nach Pieckerts Rechnung dann 45 Mitarbeiter sein.
Der Geschäftsführer: "Wir haben derzeit 60 Mitarbeiter. Und wir wachsen organisch beim Umsatz mit fünf bis zehn Prozent Plus jährlich."
Dieses Jahr hat er schon sechs neue Mitarbeiter eingestellt. Unter anderem auch, weil das Geschäft mit den Mietstaplern so gut läuft. Pieckert: "Wir sind keine große Niederlassungsbude, sondern ein Familienunternehmen. Da geht alles zackig, wir sind sehr flexibel. Wir setzen uns durch unseren guten Kundendienst durch."
Wenn ein Spezial-Hochregal-Gabelstapler, der eine Tonne auf 17,5 Meter heben kann, ausfällt. Kein Problem. Pieckert: "Unser Monteur ist spätestens nach drei Stunden vor Ort. Für diese speziellen Stapler gibt es auch bei uns keinen Ersatz, der muss schnellstens wieder laufen."
Der Pieckert-Chef. Er ist bodenständig geblieben. Er sagt: "Die Aufträge für die neue Halle habe ich alle an Handwerker in Empfingen und Umgebung vergeben. Durch die kurzen Wege und den direkten Kontakt ist alles einfacher. Statt vor Gericht wird sich von Angesicht zu Angesicht bei Problemen unterhalten."
Ein offenbar gut florierendes Unternehmen. Zahlt man da gerne Steuern, Herr Pieckert? Sofort kommt die Antwort: "Natürlich. Wir haben hier in Empfingen so eine sehr gute Infrastruktur. Dann ist es auch kein Problem für mich, dafür Steuern zu zahlen."
Und was gibt es Neues im Angebot des Empfinger Familienunternehmens? Kehrmaschinen. "Das ist unser neuestes Kind. Hochprofessionelle Reinigungsgeräte für harte Einsätze. Damit haben wir vor neun Monaten angefangen und sind auf dem besten Wege unsere bestehende Kundschaft mit Kehrmaschinen auszustatten."



