Empfingen Digitalmelder lösen einfach nicht aus

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Von Jürgen Baiker

Zur Hauptversammlung hatte die Gesamtfeuerwehr Empfingen ins Feuerwehrhaus eingeladen. Gesamtkommandant Dieter Eger konnte einen voll besetzten Schulungsraum begrüßen.

Empfingen. Besonders willkommen hieß er Kreisbrandmeister Frank Jahraus, Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Maik Zinser, den Horber Gesamtstadtkommandanten Markus Megerle und Bürgermeister Albert Schindler.

2015 war ein Jahr der Jubiläen, hieß es im Bericht von Dieter Eger: 80 Jahre Feuerwehr Empfingen, 40 Jahre Gesamtfeuerwehr Empfingen, 20 Jahre Neubau Feuerwehrhaus Empfingen und zehn Jahre Wiedergründung Jugendfeuerwehr Empfingen.

Es gab 28 Einsätze, darunter 19 Brandeinsätze der Kategorie B2 bis B4, davon wiederum zwölf Einsätze wegen Brandmeldeanlagen. Alleine bei Biopell gab es neun solche Einsätze. Bei Ceratizit gab es zwei Mal Brandalarm nach Durchzündungen in Fertigungsmaschinen.

Weiterhin gab es sechs technische Hilfeleistungen, darunter vier Mal wegen eines Verkehrsunfalles. Wegen ausgelaufener Mineralstoffe gab es drei Umwelteinsätze.

Dieter Eger ergänzte, dass von den 28 Einsätzen 18 zwischen 6 und 18 Uhr waren, davon wiederum 13 Einsätze von Montag bis Freitag. Diese Einsätze bedürfen bezüglich der verfügbaren Einsatzkräften eines besonderen Augenmerks. Es gelte, in diesem Zeitfenster genügend Kräfte für den Ersteinsatz zur Verfügung zu haben. Anfragen von Feuerwehrleuten anderer Feuerwehren, die in Empfinger Betrieben arbeiten und tagsüber mitfahren könnten, seien da, so Eger.

Gesamtstärke liegt derzeit bei 105 Personen

2015 gab es bei den Alarmierungen massive Probleme bei der Auslösung der Digitalmelder, vor allem bei der Tagesverfügbarkeit. Viele der Melder der Feuerwehrleute, die in den Betrieben in Empfingen arbeiten, haben keinen Empfang und lösen daher nicht aus. Darüber hinaus gibt es immer mehr Bereiche in der Gesamtgemeinde, wo die Alarmmelder regelmäßig nicht auslösen.

Eger nannte neben den Betrieben, deren dicke Mauern die Alarmierungen nicht durchlassen, die Wohngebiete Stunga/Fischinger Weg sowie Teile von Seiten und Hinter den Gärten in Wiesenstetten.

Eine große Anzahl an Fortbildungen und Lehrgängen wurde von vielen Feuerwehrkameraden besucht.

Die Gesamtstärke der Feuerwehr Empfingen beträgt 105 Feuerwehrangehörige, darunter 43 Aktive in Empfingen (zwei weiblich) und 24 Aktive in Wiesenstetten.

Berichte gab es von den Abteilungskommandanten (Rolf Hauser für Empfingen, Dieter Eger für Wiesenstetten), Jugendwart Marc Link und Schriftführer Philipp Wolf. Kassierer Dietmar Hinger legte eine ordentliche Kasse vor.

Die Entlastung, die einstimmig erteilt wurde, nahm Bürgermeister Albert Schindler vor. Er sprach von der Feuerwehr als einer Pflichteinrichtung der Gemeinde. Die Berichte zeigten, dass es ein normales, aber arbeitsintensives Jahr war. Personell sei man in einer guten Situation. "Wir Empfinger können ruhig schlafen. Im Ernstfall ist die Feuerwehr da", so Schindler.

Maik Zinser wies auf das Sozialwerk der Feuerwehr Baden-Württemberg hin, gibt es doch in Titisee ein Erholungsheim, das intensiver genutzt werden soll. Frank Jahraus bat, die Brandmeldeanlagen ernst zu nehmen. Auch er sieht die Entwicklung des Gewerbegebietes in Empfingen als Gefahrenherd, den man im Blick haben müsse. Die Industrie und somit auch das Gefahrenpotenzial würden anwachsen. Auch die Feuerwehr müsse sich vergrößern und spezialisieren, so Jahraus. Die Feuerwehr Empfingen werde künftig im Autobahnbereich mehr zu tun haben.

Kreis Freudenstadt

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