Empfingen Burn-Out-Behandlung geht zurück auf heiligen Sabbat

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Volker Seeger verbindet in seinem Vortrag moderne Medizin mit der Bibel. Foto: Schwarzwälder-Bote

Empfingen. "Lebe wie ein Gott und bezahle mit deiner Gesundheit", fasste Volker Seeger, Facharzt an der Klinik Hohenfreudenstadt, beim Empfinger Frühstück die Erkenntnisse einer speziellen Forschung an altägyptischen Mumien zusammen. Er sprach zum Thema biblische Gesundheitsvorsorge.

Die ägyptischen Tempelpriester litten nach Forschungsergebnissen an Arteriosklerose, die zum Tod führte. Im Vergleich zur Bevölkerung ernährten sie sich besonders fettreich. Dreimal täglich bekamen die Götter ein Büfett mit Fleisch und Süßigkeiten, dazu viel Bier und Wein angeboten. Um die guten Sachen nicht verderben zu lassen, aßen die Priester diese selber auf.

In der modernen Medizin würden laut Seeger Herzerkrankungen medikamentös behandelt, die Patienten steuerten jedoch in ihrem Lebensstil mit geringer Bewegung und Übergewicht in die falsche Richtung, klagte Seeger. Das Deutsche Krebsforschungszentrum habe in einer Studie gezeigt, dass Vegetarier länger lebten, was jedoch auch auf eine bewusstere Lebensgestaltung zurückzuführen sei. Verarbeitete Fleischprodukte wie Wurst erhöhten das Krebsrisiko. Im siebten Kapitel des Buches Genesis finden sich jedoch Hinweise auf tierische Nahrung, denn Noah sollte von unreinen Tieren nur ein Paar, von reinen aber sieben Paare mitnehmen. Im 3. Buch Mose gebe Gott genaue Anweisungen, welche Tiere Moses und Aaron dem Volk Israel als Nahrung erlauben sollten: vor allem Rind, Fisch, Geflügel und Heuschrecken.

Stressabbauende Erholungsphasen seien keine modernen Erkenntnisse der Burn-out-Behandlung, sondern bereits ganz zu Anfang der Welt als Sabbatheiligung festgeschrieben worden.

Ignaz Semmelweis gilt als der Begründer der Hygiene, als er nachwies, dass Ärzte Infektionen bei Wöchnerinnen übertrugen. Ein Blick in das Buch Numeri (4. Mose 19) hätte Millionen Frauen vor dem Tode bewahrt. Unter den harten Bedingungen der Wüste habe Hygiene kompromisslos praktiziert werden müssen, so Seeger, denn die Seuchengefahr war bedrohlich. Doch die gleichen Bedingungen schützten auch den heutigen Menschen vor Erkrankung.

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