
Von Joachim Frommherz
Empfingen. Bei der Nutzung des Geländes des ehemaligen Munitionsdepots "Heinzelberg" kommt Empfingen unter Zeitdruck. Möglichst rasch muss sich die Gemeinde erklären, ob sie an dem Gelände interessiert ist. Immerhin: Die Überlassung der Fläche an Privatpersonen ist nach Angaben des Empfinger Bürgermeisters Albert Schindler wohl nach wie vor möglich.
Grund für die Eile ist der Wechsel der Zuständigkeit: Nicht mehr länger die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) kümmert sich um das Gelände, sondern das Bundesforstamt Heuberg in Meßstetten. Das erklärt auch, warum Schindler bislangvergeblich versucht hatte, über die BImA Auskunft darüber zu bekommen, zu welchen Konditionen und Preisen Empfingen das Gelände auf dem "Heinzelberg" kaufen könnte.
Eine Vertreterin des Bundesforstamtes in Meßstetten hat Schindler allerdings auch klar gemacht, dass sich die Gemeinde deutlich zu einem möglichen Erwerb bekennen müsse, ansonsten sei über eine öffentliche Ausschreibung auch ein Verkauf an Privatpersonen denkbar. Allerdings, so das Bundesforstamt, soll eine ökologische Nutzung des Geländes stärker als bisher bei der BImA ins Blickfeld rücken – beispielsweise als Ausgleichsfläche für große Bauprojekte im Land.
Albert Schindler will nun weitere Gespräche führen. Unter anderem auch mit dem Apotheker Magnus Geiger, der am Gelände interessiert ist und dort einen Tee- und Kräutergarten anlegen will. Geiger hatte offenbar schon ein Angebot für das Areal abgegeben, noch bevor es ins Gespräch als mögliches Test- und Prüfzentrum des Stuttgarter Autobauers Daimler kam.
Damit man möglichst rasch planen kann, will Schindler, am 7. Februar im nichtöffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung die Räte entscheiden lassen, ob die Gemeinde versuchen soll, das Munitionsdepot-Gelände zu erwerben oder nicht.
Der Bürgermeister betont, dass man seitens der Gemeinde eine umweltverträgliche Nutzung des Munitionsdepot-Geländes anstrebe.