
Empfingen (from). Ein Woche lang hatten die evangelischen Kirchengemeinden Empfingen, Mühlheim und Renfrizhausen zur ökumenischen Bibelwoche eingeladen. Pfarrerin Sylvia Unzeitig zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf.
Wie die Empfinger Seelsorgerein sagte, habe sich in Empfingen und Umgebung wieder einmal gezeigt, aus welcher Vielfalt christliche Gemeinde lebe. Acht verschiedene Christen, sowohl Haupt- wie Ehrenamtliche, hätten sich an die Auslegung von sieben ausgewählten Psalmen gemacht und dabei nach ihren jeweiligen Gaben den Zuhörern die Grundaussagen des Psalms vertraut gemacht. Der eine habe die Methode des klassischen Vortrags genutzt, während eine andere gleich mit einem ganzem Chor angereist sei und Elemente der Inszenierung eingestreut habe, um die Alltagswelt des Psalmbeters zu illustrieren.
Bei allen Abenden und in den umrahmenden Gottesdiensten sei aber klar geworden, so Unzeitig, dass diese uralten Texte etwas mit dem heutigen Leben zu tun haben. Es gehöre nur etwas Hintergrundwissen dazu, dass man die "Feinde", die öfter erwähnt werden und die man heute nicht mehr zu haben meint, richtig einordnen könne. Denn schließlich habe jeder Mensch "Bedränger" – so eine andere Übersetzung – oder Bedrängnisse, denen er sich entgegenstellen müsse. Dies gelinge mit Gottes Hilfe wesentlich besser.
Die 150 Psalmen der Bibel enthalten der Pfarrerin zufolge die ganze Bandbreite menschlichen Sehnens und Fühlens. Es gebe Motive der Klage, der Vertrauensaussage, des Dankes und des Lobs. Die Bibelwoche habe "in der Tiefe" mit dem Gebet aus Psalm 13 begonnen, in dem sich jemand verzweifelt an seinen Gott wendet und um Hilfe schreit.
Weitere Bittpsalmen seien gefolgt, bis schließlich am Ende der Woche der Jubel über Gottes Herrschaft im Gottesdienst erfahrbar geworden sei. Das Lob Gottes sei gewissermaßen ein Vertrauensvorschuss, auch wenn es konkret noch nichts zu danken gebe, erklärt die Pfarrerin auf Anfrage unserer Zeitung.
Das Loben sei ein ständiger Auftrag für jeden Glaubenden, denn Gott habe schon geholfen in der Geschichte jedes Einzelnen sowie in der Geschichte des Volkes Israel und er werde immer wieder helfen. So habe die Empfinger Gottesdienst-Gemeinde Gott auch mit vertonten Psalmliedern moderner wie traditioneller Art gelobt.
Unzeitig war mit dem Besuch der Bibelwoche sehr zufrieden. Zwischen 18 und 30 habe sich im Schnitt die Zahl der Zuhörer bewegt, so die Pfarrerin. Beim Abschlussgottesdienst seien es rund 40 gewesen.
Dies sei Grund genug, die Bibelwoche in zwei Jahren wieder zu veranstalten.