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Empfingen Ärger mit leinenlosen Hunden

Schwarzwälder-Bote, vom 20.01.2012 21:00 Uhr
Ein freudig herumspringender Hund. Wer könnte schon diesem kleinen "Bello" böse sein. Doch nicht alle, die zu Fuß oder per Fahrrad  finden es toll, wenn ein Hund  ohne Leine unterwegs ist. 
Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote
Ein freudig herumspringender Hund. Wer könnte schon diesem kleinen "Bello" böse sein. Doch nicht alle, die zu Fuß oder per Fahrrad finden es toll, wenn ein Hund ohne Leine unterwegs ist. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Joachim Frommherz

Empfingen. Freilaufende Hunde sorgen nicht immer für Freude bei Fußgängern oder Radfahrern. Manche ärgern sich gar richtig darüber, weil sie sich nicht sicher fühlen. Auch im Empfinger Rathaus gibt es das ganze Jahr über Beschwerden.

Aus diesem Grund appelliert die Gemeindeverwaltung an die Hundebesitzer, dafür Sorge zu tragen, dass es zu keinen Belästigungen von Passanten, Joggern, Spaziergängern, Radfahrern oder auch Grundstückseigentümern kommt. Schließlich sei das Halten von Hunden auch mit Verantwortung und Pflichten verbunden.

"Die Freiheit des Einen hört da auf, wo die Freiheit des Anderen anfängt", meint Adelinde Hellstern von der Gemeindeverwaltung. Bei ihr melden sich das ganze Jahr über Menschen, die sich von Hunden bedroht fühlten, weil deren Besitzer sie nicht angeleint haben und sie auch nicht zu sich rufen, wenn sie jemandem begegnen. "Sehr viele Herrchen und Frauchen" ließen nach wie vor auf den Feldwegen rund um den Ort und auch am Tälesee (dort vor allem im Sommer) ihre Tiere frei herumlaufen, ohne sich Gedanken um andere zu machen, die von ihren Tieren verängstigt werden könnten, sodass sie lieber neben die Wege ausweichen und "über Stock und Stein" weiterlaufen. Gerade auch bei Radfahren könne es auch schnell gefährlich werden, wenn sie stürzen.

Eine Aussage wie "Mein Hund tut nichts" zeugten nicht vom Verantwortungsbewusstsein des Halters. Denn, wie Hellstern betont, keiner könne für sein Tier garantieren, ein Restrisiko bleibe immer bestehen. Die schnellen Bewegungen – gerade bei Joggern oder Radfahrern – könnten vom Hund als Angriff ausgelegt werden. Auf Unverständnis stößt bei Hellstern auch die Tatsache, dass bei manchen Hundehaltern keine Einsicht herrsche, wenn sie gebeten werden, den Hund zu sich zu nehmen oder anzuleinen. Sie respektierten die Ängste von Passanten nicht im Geringsten. "Das hat er noch nie getan", heiße es dann, wenn der Hund sich daneben benimmt.

Vorbeugend appelliert die Gemeinde Empfingen nun an das Entgegenkommen der Hundebesitzer und hofft auf deren Respekt vor den Passanten.

Kommentare (2)
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FEB
09
18:56 Uhr, geschrieben von Roland Späth
Hunde an der Leine eher gefährlich
Dass viele Hundehalter keine Ahnung von ihren "Lieblingen" haben, zeigt ein Comedian und Hundetrainer mit viel Humor in den Medien. Hunde an der Leine kläffen gern, wenn "sich etwas tut", dann wird vom Halter an der Leine gezerrt und der Hund damit auf das Objekt konditioniert, er wird dann erst recht aufmerksam und zetert los, wenn der Grund seiner Aufregung näher kommt oder vorbeigehen will. Daher ist die Forderung nach Leinenzwang etwa so, wie "mit Vollgas auf der Bremse stehen und ausparken wollen". Aber auch die "Spaziergänger" begehen Fehler, wie auch der immer wiederkehrende Postbote, der sich dem Hund niemals zeigt und somit ebenfalls zur "Konditionierung" beiträgt und deshalb häufig auch angegriffen wird. Sicher ist es nicht jedermanns Sache, einem Hund zu begegnen und sich darüber zu informieren, wie man sich am Besten verhält, dann darf man sich aber auch nicht wundern, wenn man angegangen wird. Ein frei laufender, einigermassen erzogener Hund will natürlich sein Gegenüber beschnüffeln, was verständlicherweise nicht jeder will, nur so kann aber der Hund wissen, mit wem er es zu tun hat. Dabei will er eher nicht "gestreichelt" werden, schon gar nicht von oben herab, dies wird als Bedrohung aufgefasst und dann kann auch überreagiert werden. Ebenso sollte man einem Hund nicht in die Augen sehen, dies stellt ebenfalls eine Provokation dar, am einfachsten wäre es, wegzusehen und "gähnend" vorbeizugehen, was so viel bedeutet wie: du langweilst mich, niemand will etwas von dir". Leider beharren meist beide Seiten auf "ihrer Position", der Freiheit, überall unbeirrt entlang gehen zu können, so dass sich die jeweils andere Seite nur "daneben benehmen kann". Für die Hundehalter gilt hier bspw. bei Näherung eines Radfahrers oder Joggers den Hund bei sich oder, falls er weiter weg ist, am Ort "sitz" machen zu lassen, das Mindeste, was ein Hund beherrschen sollte und zwar ohne Gewalt beim Lernen dieses Kommandos.Verbote hingegen nützen niemandem, auch wenn bspw. Radfahrer im Wald nun eigentlich nichts zu suchen haben und richtig, sie brettern meist an einem vorbei, als gäbe es irgendwo Freibier.
JAN
24
14:24 Uhr, geschrieben von Zeitungsleser
Freiheit beruht auf gegenseitigen Respekt
Freiheit beruht auf gegenseitigen Respekt! Das ist mein Motto! Ich bin Radfahrer, Wanderer und Hundebesitzer. Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, kann ich es auch nicht leiden, wenn Hundebesitzer ihren Hund nicht zu sich rufen! Andererseits gibt es unmögliche Radfahrer, die nicht mal abbremsen können oder, wenn sie z.B. von hinten heranfahren nicht klingeln oder sonst irgendwie sich aufmerksam machen! Und dann wird ungebremst und ohne klingeln einfach auf den Hund gesteuert und dann heisst es sch.. Köter. Das ist die andere Seite der Medaille! Dann gibt es noch die Fußgänger die, wenn sie einen Hund von weitem schon sehen, einen hysterischen Anfall bekommen, und somit den Hund auf sich aufmerksam machen! Freiheit beruft sich auf gegenseitigen Respekt und aufeinander zugehen! Hier müssen beide Seiten dazulernen! Deßhalb bin ich dafür dass für die Hunde einen generellen Begleidhundeschein pflicht wird! Und für solche Besitzer eines Begleidhundescheines die Hundesteuer reduziert wird!
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