
Von Joachim Frommherz
Empfingen. Freilaufende Hunde sorgen nicht immer für Freude bei Fußgängern oder Radfahrern. Manche ärgern sich gar richtig darüber, weil sie sich nicht sicher fühlen. Auch im Empfinger Rathaus gibt es das ganze Jahr über Beschwerden.
Aus diesem Grund appelliert die Gemeindeverwaltung an die Hundebesitzer, dafür Sorge zu tragen, dass es zu keinen Belästigungen von Passanten, Joggern, Spaziergängern, Radfahrern oder auch Grundstückseigentümern kommt. Schließlich sei das Halten von Hunden auch mit Verantwortung und Pflichten verbunden.
"Die Freiheit des Einen hört da auf, wo die Freiheit des Anderen anfängt", meint Adelinde Hellstern von der Gemeindeverwaltung. Bei ihr melden sich das ganze Jahr über Menschen, die sich von Hunden bedroht fühlten, weil deren Besitzer sie nicht angeleint haben und sie auch nicht zu sich rufen, wenn sie jemandem begegnen. "Sehr viele Herrchen und Frauchen" ließen nach wie vor auf den Feldwegen rund um den Ort und auch am Tälesee (dort vor allem im Sommer) ihre Tiere frei herumlaufen, ohne sich Gedanken um andere zu machen, die von ihren Tieren verängstigt werden könnten, sodass sie lieber neben die Wege ausweichen und "über Stock und Stein" weiterlaufen. Gerade auch bei Radfahren könne es auch schnell gefährlich werden, wenn sie stürzen.
Eine Aussage wie "Mein Hund tut nichts" zeugten nicht vom Verantwortungsbewusstsein des Halters. Denn, wie Hellstern betont, keiner könne für sein Tier garantieren, ein Restrisiko bleibe immer bestehen. Die schnellen Bewegungen – gerade bei Joggern oder Radfahrern – könnten vom Hund als Angriff ausgelegt werden. Auf Unverständnis stößt bei Hellstern auch die Tatsache, dass bei manchen Hundehaltern keine Einsicht herrsche, wenn sie gebeten werden, den Hund zu sich zu nehmen oder anzuleinen. Sie respektierten die Ängste von Passanten nicht im Geringsten. "Das hat er noch nie getan", heiße es dann, wenn der Hund sich daneben benimmt.
Vorbeugend appelliert die Gemeinde Empfingen nun an das Entgegenkommen der Hundebesitzer und hofft auf deren Respekt vor den Passanten.