Emnid-Umfrage zu Stuttgart 21 62 Prozent der Baden-Württemberger wollen den Weiterbau
dpa/lsw, 08.02.2013 18:06 Uhr
Dass an Stuttgart 21 weitergebaut wird, wünschen sich laut einer Emnid-Umfrage 62 Prozent der Baden-Württemberger. Bundesweit sieht das ganz anders aus.Foto: dpa
Stuttgart - Das Bahnprojekt Stuttgart 21 gewinnt in der baden-württembergischen Bevölkerung laut einer Umfrage an Zustimmung. 62 Prozent der befragten Baden-Württemberger sind demnach für einen Weiterbau, 26 Prozent dagegen. Bundesweit sieht das Ergebnis der Emnid-Umfrage im Auftrag des Fernsehsenders N24 allerdings anders aus: Nur 48 Prozent der rund 1000 Befragten stimmten für einen Weiterbau, 37 Prozent dagegen.
Die verkehrspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Nicole Razavi, sagte mit Blick auf die Zahlen für den Südwesten: „Damit ist Zustimmung für Stuttgart 21 in der Bevölkerung seit der Volksabstimmung nochmals deutlich angestiegen.“ Die Bürger hätten verstanden, dass das Land bei einem Scheitern des Projekts auf mehr als zwei Milliarden Euro reinen Ausstiegskosten sitzen bliebe. Zudem müssten dann noch nicht bekannte Milliardenbeträge für eine Sanierung des Stuttgarter Bahnhofs gezahlt werden, ohne dass der Bahnknoten leistungsfähiger würde. Die Bürger im Land sind weitsichtiger als die Projektgegner“, sagte Razavi.
Das Meinungsforschungsinstitut Emnid hatte die Umfrage am Dienstag durchgeführt. Kurz zuvor war ein internes Papier des Bundesverkehrsministeriums mit kritischen Punkten bekanntgeworden. Darin heißt es unter anderem: „Die Argumente, eine weitere Finanzierung nicht abzulehnen, sind zu schwach.“ Das hatte eine neue Debatte um die Zukunft des geplanten Tiefbahnhofs ausgelöst.




Öffentliches Stimmungsbild längst wieder gegen S21
Am 14.1.2013 konnte man in der Sendung '2+Leif' hervorragend erkennen, wie den Prolern nicht nur die Argumente zerschmolzen sind, sondern ihnen auch die Befürworter in der normalen Bevölkerung gleich reihenweise davonlaufen. Es war eine Offenbarung all der Lügen, Verheimlichungen und Schönredereien. Nach allem was inzwischen bei S21 herausgekommen ist, und vor dem Hintergrund spürbarer breiter Ablehnung von S21 bei den Menschen, ist die Emnid-„Umfrage“ unglaubwürdig, zumal keinerlei Hintergründe der Umfrage verfügbar sind (Initiator, Fragestellung, Begleittext, Auftraggeber, wer wurde wo befragt usw.). Die Sendung ist wirklich empfehlenswert: http://swrmediathek.de/tvshow.htm?show=bd8ab9e0-9bdc-11df-b44d-00199916cf68 (zum Meinungsbild der Öffentlichkeit: siehe ab Min 10:40). ++++++++ Und noch was: Umfrage der Financial Times Deutschland vom Oktober 2012: 63% S21 engültig beerdigen, 34% S21 sofort weiterbauen. Umfrage mit weit über 7000 Teilnehmern - und die Financial Times ist ja nicht gerade von S21-Gegnern oder Parkschützern unterwandert, insofern hat das schon eine gewisse Aussagekraft. ++++++++ Die Ergebnisse nähern sich also wieder dem ursprünglichen Stimmungsbild von 2005 bis 2011 an, also jenem Zeitraum, in dem es noch keine Großoffensive der S21-PR-Abteilung auf allen Kanälen gab (Kosten im Griff, Ausstiegskosten 2-3 Mrd., 90% Bauvergabe und dergleichen).
Öffentliches Stimmungsbild längst wieder gegen S21
Am 14.1.2013 konnte man in der Sendung '2+Leif' hervorragend erkennen, wie den Prolern nicht nur die Argumente zerschmolzen sind, sondern ihnen auch die Befürworter in der normalen Bevölkerung gleich reihenweise davonlaufen. Es war eine Offenbarung all der Lügen, Verheimlichungen und Schönredereien. Nach allem was inzwischen bei S21 herausgekommen ist, und vor dem Hintergrund spürbarer breiter Ablehnung von S21 bei den Menschen, ist die Emnid-„Umfrage“ unglaubwürdig, zumal keinerlei Hintergründe der Umfrage verfügbar sind (Initiator, Fragestellung, wer wurde wo befragt usw.). Die Sendung ist wirklich empfehlenswert: http://swrmediathek.de/tvshow.htm?show=bd8ab9e0-9bdc-11df-b44d-00199916cf68 (zum Meinungsbild der Öffentlichkeit: siehe ab Min 10:40). ++++++++ Und noch was: Umfrage der Financial Times Deutschland vom Oktober 2012: 63% S21 engültig beerdigen, 34% S21 sofort weiterbauen. Umfrage mit weit über 7000 Teilnehmern - und die Financial Times ist ja nicht gerade von S21-Gegnern oder Parkschützern unterwandert, insofern hat das schon eine gewisse Aussagekraft. ++++++++ Die Ergebnisse nähern sich also wieder dem ursprünglöichen Stimmungsbild von 2005 bis 2011 an, also jenem Zeitraum, in dem es noch keine Großoffensive der S21-PR-Abteilung auf allen Kanälen gab (Kosten im Griff, Ausstiegskosten 2-3 Mrd., 90% Bauvergabe und dergleichen).
Umfrage = gezielte Reaktion auf Veröffentlichung des Dossiers
T. Ganz Umfrage = gezielte Reaktion auf Veröffentlichung des Dossiers Ich bin davon überzeugt, dass diese Umfrage noch ganz schnell VOR Veröffentlichung bzw. Weiterverbreitung des Dossiers aus dem Bundesverkehrsministerium stattgefunden hat, weil von den S21-Machern jemand von der bevorstehenden Veröffentlichung erfahren bekommen hat. ******** Dafür spricht nicht nur der Umfragetag 5.2. (genau der Tag, an dem der Inhalt des Dossiers erstmals in Details bekannt geworden ist), sondern auch die Tatsache, dass diese Umfrage eben an einem einzigen Tag durchgeführt wurde. Üblicherweise finden derartige Umfragen an mehreren Tagen statt, oft im Verlauf einer ganzen Woche oder gar zwei Wochen. ******** Weiterhin hatten wir exakt das selbe Spiel schon bei der letzten Umfrage: Da wurde eine Umfrage wenige Tage vor Kefers Bekanntgabe weiterer Kostensteigerungen veröffentlicht. Genau das selbe Strickmuster. ******** Auffallend finde ich übrigens auch, dass man nirgends die genaue Fragestellung zu dieser Umfrage einsehen kann. War die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm Teil der Fragestellung, wie so oft? Offensichtlich wurde auch der Begriff 'Weiterbau' verwendet. Warum das? Und WO fand die Umfrage statt? Bevorzugt in Oberschwaben und der Ostalb? Gibt es regionale Schwerpunkte bei der Befragung? Wer war überhaupt der eigentliche Auftraggeber der Umfrage? Sicher nicht der Fernsehsender N24. Überhaupt, gibt es denn nicht mehr als diesen N24-Clip? Üblicherweise kann man Details solcher 'repräsentativen' Umfragen offen nachlesen. Hier ist das komischerweise nirgends der Fall.