Egenhausen Kindergärten bleiben beitragsfrei
Schwarzwälder-Bote, 18.05.2012 10:01 Uhr
Kinder dürfen in den nächsten drei Jahren in den Kindergarten Spatzennest gehen, ohne dass ihre Eltern Beiträge zahlen müssen. Foto: Schweikardt
Von Daniela Schweikardt Egenhausen. Die gute Nachricht für Familien löste bei den anwesenden Eltern in der Gemeinderatssitzung spontanen Beifall aus: Der Egenhauser Gemeinderat hat beschlossen, für weitere drei Jahre von Egenhauser Familien keine Beiträge für den Kindergartenbesuch zu erheben.Damit sparen Familien mit einem Kind um die 1000 Euro, während die Gemeinde Egenhausen pro Jahr auf rund 40 000 Euro an Einnahmen verzichtet. "Wir können uns das noch leisten", meinten Gemeinderat Hans Kern und seine Kollegen. In drei Jahren soll erneut überprüft werden, ob die Finanzlage der Gemeinde eine solche Großzügigkeit erlaubt. Dass dennoch nicht an den Bildungseinrichtungen gespart wird, zeigte sich bei den vorangegangenen Tagesordnungspunkten: Aus den Berichten von Sandra Wurster, Karin Veigel, Bettina Wenz und Dirk Seifert konnten die Räte entnehmen, dass sowohl in der Kinderkrippe, den Kindergärten und an der Grundschule gute Arbeit geleistet wird und Familien und Erzieher auf einem gemeinsamen Weg sind.
Übergangslösung in der Silberdistelhalle
Seit 2012 bietet die Kinderkrippe "Wunderkinder", die in den nächsten Monaten ihr fünfjähriges Bestehen feiert, eine Ganztagesbetreuung an. Die fünf Ganztagesplätze, so Krippenleiterin Sandra Wurster, waren von Anfang an belegt, auch insgesamt sind die Plätze belegt, da die vorhandenen zehn Plätze nur von maximal 14 Kindern wechselweise belegt werden dürfen. Dies sind die Vorgaben des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales, die die bisherige Handhabung in der Krippe vor ein Problem stellt: Zwar wurden täglich nicht mehr als zehn Kinder betreut, insgesamt aber über 20, weil viele Eltern nur einen oder zwei Vormittage nutzten.
Um diesen Eltern weiterhin ein Angebot machen zu können, startet ab September eine "betreute Spielgruppe". Auch dafür gab der Gemeinderat grünes Licht. An drei Vormittagen könnten dann bis zu zehn Kinder unter Aufsicht im Bühnenzugangsraum der Silberdistelhalle spielen. "Wir gehen davon aus, dass dies eine�Übergangslösung für ein Jahr ist", meinte Petra Kirn, die Vereinsvorsitzende der "Wunderkinder", die die Krippe und auch den neuen Spielkreis trägt. Denn bisher werden in der Krippe überwiegend auswärtige Kinder betreut, und wenn umliegende Gemeinden ihre "Hausaufgaben" beim Krippenausbau erledigen, dürfte die Egenhauser Einrichtung für den örtlichen Bedarf ausreichen.
Unisono lobten die Verantwortlichen die gute Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen im Ort, die einen reibungslosen Übergang ermöglichten, insbesondere vom Kindergarten in die Grundschule.


