
Von Daniela Schweikardt Egenhausen. Seit 1994 ist die Erdaushubdeponie "Egenhäuser Kapf" in Betrieb. Insgesamt hat die Deponie, die sich im ehemaligen Steinbruch im Naturschutzgebiet befindet, ein Füllvolumen von rund 304 000 Kubikmetern. Das langjährige durchschnittlich jährlich angelieferte Volumen beträgt 5400 Kubikmeter, ist in den vergangenen Jahren aber kontinuierlich zurückgegangen, weil das Bestreben immer mehr dahin geht, den Aushub noch direkt bei der Baumaßnahme wieder zu verwenden. Selbst wenn man von diesen mehr als 5000 Kubikmetern ausgeht, könnte die Deponie – sehr zur Freude der Gemeinde – bis zum Erreichen des Maximalvolumens noch rund 40 Jahre zur Verfügung stehen.
Dennoch hat der Gemeinderat Egenhausen in seiner jüngsten Sitzung einer Erhöhung der Gebühren von vier auf fünf Euro pro Kubikmeter zugestimmt, die zum 1. Januar in Kraft treten soll. Begründet wurde diese prozentual gesehen doch kräftige Erhöhung mit gestiegenen Betriebskosten und damit, dass man keine zu großen Anreize schaffen will, den Erdaushub aus dem Stadtgebiet Altensteig nach Egenhausen zu verfrachten. Aufgrund einer interkommunalen Vereinbarung darf Erdaushub aus Altensteig in Egenhausen angeliefert werden. Da auf der Altensteiger Erdaushubdeponie 5,90 Euro pro Kubikmeter berechnet werden, könnte der deutlich geringere Preis in Egenhausen durchaus ein Argument darstellen.
Inwieweit die Erddeponie jedoch im nächsten Jahr aufgrund des Straßenausbaus der Kreisstraße nach Walddorf offengehalten werden kann, wird sich im Verlauf der Bauarbeiten zeigen. Voraussichtlich im April beginnen die Arbeiten von der Egenhauser Chaussee bis zur Deponie Walddorf. Dieser Bauabschnitt soll bis Ende 2012 abgeschlossen sein.