Egenhausen - Benjamin Finis will nicht länger tatenlos zusehen, was sich mittags am Eingang des Schulwegs abspielt. Eltern, die ihren Nachwuchs um diese Zeit vom Kindergarten oder der Grundschule abholen, würden ihr Auto dort kreuz und quer parken.

"Der ruhende Verkehr muss dringend überwacht werden", forderte das Gemeinderatsmitglied in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Appelle im örtlichen Mitteilungsblatt und Aufrufe seien wirkungslos verpufft.

"Bei der Silberdistelhalle gibt es genügend Plätze", stellte Friedrich Großmann fest. Bürgermeister Frank Buob kann den Unmut nachvollziehen, aus seiner 22-jährigen Erfahrung als Bürgermeister wisse er aber, "dass jeder einen Grund nennt, warum er hier und nicht woanders anhalten muss". Den ruhenden Verkehr überwachen könnte im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaft nur eine Vollzugsbeamtin aus Altensteig. Buob will deswegen mit seinem Amtskollegen telefonieren. Die Erzieherinnen des Kindergartens habe er "dazu vergattert, ihr Auto nicht im Schulweg zu parken". Die Pädagogen der Grundschule könne er nur bitten, das ebenfalls zu unterlassen. Eine Entfernung von 100 oder 150 Metern zu Fuß zurückzulegen, halte er für zumutbar.

Das wollte Grundschul-Rektor Dirk Seifert nicht unkommentiert stehen lassen. Es gebe allein im Schulbereich sechs Parkplätze nur für Lehrer, die anderen würden ihren Wagen meistens im weiteren Umkreis abstellen. Für das "Verkehrschaos um die Mittagszeit" seien die Eltern verantwortlich. Weil ein Gehweg fehlt, habe er häufig beobachtet, wie Schüler und Kindergartenkinder zwischen den Fahrzeugen umherliefen. Das sei nicht ungefährlich. Wichtig sei, am Eingang zum Schulweg ein Verbotsschild anzubringen.

Der Rathauschef will im Januar Vertreter der Grundschule, des Kindergartens und der Kinderkrippe zu einem Gespräch einladen, um das Problem gemeinsam anzugehen. Notfalls müsse man "für ein paar Tausend Euro einen Verkehrsplaner beauftragen".