
|
|
Bild 1 von 2 |
|
Ebhausen - Der Sturm "Andrea" Anfang Januar blieb in Rotfelden nicht folgenlos: Durch die Sogwirkung der orkanartigen Windböen wurde das Dach der Gemeindehalle schwer beschädigt und die Dacheindeckung auf einer Fläche von 140 Quadratmetern vom Hallendach geweht.
Zwischenzeitlich wurde das Dach provisorisch abgedichtet und die Halle kann wieder benutzt werden. Nach einer Untersuchung beläuft sich die Schadenshöhe auf rund 38 500 Euro – und das ist auch der Betrag, den die Versicherung erstattet. Weitergehende Maßnahmen wie eine zusätzliche Dämmung oder die vorsorgliche Verstärkung der Dachkonstruktion werden hingegen von der Versicherung nicht abgedeckt.
In dieser Woche beschäftigte sich der Gemeinderat Ebhausen im Rahmen der Haushaltsberatungen mit dem Thema – und entschied sich entgegen des Verwaltungsvor- schlages für eine abgespeckte Lösung.
So soll lediglich der vor dem Schadensfall bestehende bauliche Zustand wieder hergestellt und das Dach mit einer Dämmung versehen werden, was mit Kosten von rund 46 000 Euro zu Buche schlagen soll.
Die Verwaltung hatte dagegen aus Sicherheitsgründen den Vorschlag von Architektin Susanne Teltschik favorisiert, bei dieser Gelegenheit auch gleich eine statische Verbesserung des Dachtragwerkes sowie eine Verstärkung der Wärmedämmung vorzunehmen – was allerdings mit Zusatzkosten von zirka 51 000 Euro verbunden wäre.
Rotfeldens Ortsvorsteher Karl Lang erinnerte daran, dass der Vorfall die Gemüter im Ortschaftsrat bewegt hatte – und dass man von Glück sprechen konnte, dass es keinen Personenschaden gab. Mit Blick auf die fast 40 Jahre alte Dachkonstruktion plädierte Karl Lang dafür, dass Hallendach nicht nur wieder auf den alten Stand zu bringen. "Ich bin für die Komplettlösung, sonst sind wir nicht weiter als vorher", erklärte der Ortsvorsteher.
Am Ende gab es eine denkbar knappe Kampfabstimmung: Während vier Räte und Bürgermeister Volker Schuler dem Vorschlag der Verwaltung folgten, stimmten sechs Gemeinderäte für die abgespeckte Variante.