
Seit dem 19. Jahrhundert ist es in Ebhausen Brauch – das Fackeln an Heiligabend. Die gesamte Gemeinde ist an diesem Tag eingeladen, mit Fackeln aus dem Dorf auf den Stuhlberg zu schreiten, wo sich alle zu einem Lichtermeer versammeln. Zu Hunderten machten sie sich auch dieses Jahr an Heiligabend auf den beschwerlichen Weg auf die Anhöhe über dem Ort: Rund 400 Schaulustige erklommen mit ihren Fackeln den Stuhlberg und warteten gespannt auf das traditionelle Feuer. Punkt 18 Uhr entzündete dann die Fackelzunft das große Feuer, welches die gesamte Wiese erhellte und erwärmte. Aus Bauholz, alten Holzpaletten und Reisig hatten 17 freiwillige Helfer bereits vier Wochen zuvor einen rund 15 Meter hohen Scheiterhaufen mit einem Durchmesser von rund 12 Metern aufgetürmt. Andreas Walz, Leiter der Ebhauser Fackelzunft, war stolz: "So wenig Benzin haben wir noch nie gebraucht, und dennoch brennt das Feuer so wunderschön und so hoch wie schon lange nicht mehr. Wirklich ein schöner, traditioneller Brauch." Foto: Geisel