Ebhausen - Die Energiewende beginnt vor Ort und im Kleinen. Dessen ist sich die Gemeinde Ebhausen bewusst und setzt deshalb konsequent alles daran, das von Seiten der Gemeinde Mögliche zu tun, um hier auch mit gutem Beispiel für die Bürger voranzugehen. Bereits im Jahr 2004 installierte die Gemeinde die erste Solaranlage auf der Schule Ebhausen mit 16,59 kwP auf einem kommunalen Dach, sie ging als Bürgersolaranlage in Betrieb, denn 31 Gesellschafter steuerten über 70 000 Euro zu dieser Investition bei. "Die Gemeinde möchte die Bürger einladen, bei der Energiewende mitzumachen", so Bürgermeister Volker Schuler, denn seitens der Verwaltung wurden seither weitere Bürgersolaranlagen organisiert. Außerdem profitieren die Bürger von dieser Investition in die Zukunft, schließlich sind sie am Gewinn beteiligt.

Erst im Oktober startete nochmals eine größere Aktion, bei der die Gemeinde auf den Dächern von fünf kommunalen Gebäuden weitere Photovoltaikanlagen installieren ließ: auf dem Kindergarten in Ebershardt, dem Rathaus Wenden, dem Bauhof Ebhausen, der Sporthalle Ebhausen und dem Schulerweiterungsbau in Ebhausen.

Zwei der neuen Anlagen laufen künftig ebenfalls als neue Bürgersolargesellschaften, insgesamt haben sich in Ebhausen mit seinen Ortsteilen an die 90 Bürger als Gesellschafter mit einem Investitionsvolumen von 270 000 Euro bereiterklärt, in die Förderung von Sonnenenergie zu investieren. Dazu kommen noch die privaten Photovoltaikanlagen, das waren 2010 schon 131 Stück, im vergangenen und in diesem Jahr sind aber noch sehr viele dazu gekommen.

Die Kommune hat ihre gemeindeeigenen Gebäude energetisch saniert und zumeist auf Pellets- oder Hackschnitzelheizungen umgestellt, um auch hier auf erneuerbare Energien zu setzen und überhaupt Energie zu sparen. Die Ausweisung eines weiteren Sanierungsgebietes "An der Nagold" bietet künftig auch privaten Hausbesitzer lukrative Anreize in Form von Zuschüssen, die eigenen Immobilie energetisch zu sanieren, damit Energie und letztlich auch Geld zu sparen. "Die Energieeffizienz steht nun im Focus", so der Rathauschef, das Kapitel Solar ist vorerst hintenangestellt.

Die Gemeinde prüft nun, wo weitere Energieprojekte wirtschaftlich und sinnvoll sind, beispielsweise das Thema Nahwärmeversorgung oder auch eine Kleinwindkraftanlage.