
Von Saskia Schuh Dunningen. Der Unfall an einem Zebrastreifen in der Rottweiler Straße, bei dem ein zehnjähriges Mädchen schwer verletzt wurde, sorgte in der jüngsten Sitzung des Dunninger Gemeinderats für Gesprächsstoff.Diskutiert wurden zusätzliche Fußgängerüberwege, Ampeln und Geschwindigkeitsmessungen, um solche Unfälle zu verhindern.
Am 20. Januar wurde ein zehnjähriges Mädchen auf dem Weg zur Schule schwer verletzt. Ein aus Richtung Ortsmitte kommender 65-jähriger Autofahrer übersah die Schülerin auf dem Zebrastreifen in der Rottweiler Straße und erfasste sie ungebremst.
"Ein Fußgängerüberweg ohne Ampel hat nur eine Alibi-Funktion", betonte Bürgermeister Gerhard Winkler. Einige Autofahrer würden den Vorrang des Fußgängers einfach missachten.
Ein Problem sei zudem das teils fahrlässige Handeln der Kinder, die die Straße an Stellen ohne Zebrastreifen oder Ampel überqueren und damit für gefährliche Situationen sorgen würden. In der Rottweiler Straße gebe es bereits Hinweisschilder auf Schulkinder, eine zusätzlich Ampel sei jedoch nicht möglich. "Die Entscheidung liegt beim Bund, der dies aufgrund der Umgehung ablehnen würde", so Winkler.
Ortsvorsteher Hermann Hirt betonte, dass die Gefahr für Schulkinder auch in Lackendorf groß sei, vor allem im Bereich der Bushaltestelle am Gasthaus Zur Linde. Dies habe der Unfall am 24. November gezeigt, bei dem ein achtjähriges Mädchen schwer verletzt wurde. Das Kind wurde von einem Autofahrer erfasst, als es in der Dunninger Straße über die Fahrbahn Richtung Bus rannte.
Bürgermeister Winkler versprach, die Anregungen aus des Ortsschatsrats Lackendorf, eine Überquerung einzurichten, bei der Verkehrsschau vorzutragen.
Allerdings geht Winkler davon aus, dass das Anliegen "keine Chance" habe, da Lackendorf die Normen des Landkreises für eine Überquerung nicht erfülle. Auch die oft geforderten Verkehrsinseln können meist nicht realisiert werden, da die Straße die vorgegebene Breite nicht erfülle.
Diskutiert wurden auch mögliche Anzeigetafeln der Geschwindigkeit an den Dunninger Ortseingängen. "Diese sind sehr reparaturanfällig", betonte Winkler. Die beste Erziehung für Raser sei, sie zur "Kasse zu bitten."
Deshalb werde man das Angebot des Landratsamts annehmen, mehr mobile "Blitzer" in Dunningen aufzustellen.
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