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Dunningen Seilschaft der Günstlinge als Steigbügelhalter?

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Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Seilschaft ist die Rede, die Peter Schumacher auf den Bürgermeisterstuhl von Dunningen hieven will. Und von "Hinterzimmerpolitik" von Gemeinderat und Verwaltung schreiben die anonymen Autoren eines Flugblatts.

Dunningen. Diese Seilschaft habe dafür gesorgt, dass Schumacher zum Amtsverweser ernannt worden sei, und genau damit sei es jedem Interessenten unmöglich gemacht worden, gegen den Kandidaten anzutreten. Mithin sei die Wahl am Sonntag "keine reelle". So die Meinung der Autoren.

Ins Visier der anonymen Gruppe, die ja wie sie schreibt, nichts gegen den Kandidaten Schumacher hat, ist besonders Aichhaldens Bürgermeister Ekhard Sekinger geraten. Er war bis vor Kurzem der Chef Schumachers, als dieser Hauptamtsleiter in der Nachbargemeinde war. Auch Bürgermeister-Stellvertreterin Inge Erath soll an dem Komplott beteiligt sein, denn Sekinger war auch einmal ihr Vorgesetzter .

Erath habe, so heißt es, ebenfalls unter Sekinger "gedient" und habe diesem nach eigenen Bekundungen viel zu verdanken.

Weitere interessierte Kandidaten verhindert

So heißt es in dem Flugblatt, gerichtet an "Liebe Dunningerinnen und Dunninger": "Es scheint wohl so zu sein, dass ehemalige Untergebene des Herrn Bänkers/Bürgermeisters Sekinger in Aichhalden, sich durch entsprechendes Verhalten der Gunst/Förderung durch Herrn Sekinger sicher sein können." Ekhard Sekinger als "Graue Eminenz", die bestimmt, wer wo Bürgermeister wird?

Es gebe Hinweise, so die Autoren geheimnisvoll, aber ohne jeglichen Beleg, dass: "Schumacher unter anderem mit Hilfe einer Seilschaft in den Genuß eines absolut sicheren Listenplatzes gekommen ist – nämlich als ›geplanter Einzelkandidat‹". Durch die Konstellation, dass der Amtsverweser als Kandidat angetreten sei, sei verhindert worden, heißt es weiter, dass sich weitere, ernst zu nehmende Kandidaten zur Wahl hätten aufstellen lassen.

Nach Auffassung der anonymen Autoren hätte – wie sonst üblich – ein pensionierter Hauptamtsleiter oder Ex-Bürgermeister als Amtsverweser verpflichtet werden müssen. Außerdem hätte Schumacher sich schon vor vier Jahren bewerben müssen, um der Gemeinde Stephan Kröger zu ersparen, werfen ihm die Schreiber vor. Zudem habe er in Aichhalden stets den Eindruck vermittelt, dort antreten zu wollen. Und jetzt doch Dunningen.

Amtsverweser Peter Schumacher trägt die Aussagen in dem Flugblatt mit Fassung. Er wisse auch gar nicht so recht, wen sie letztendlich treffen sollen. Ekhard Sekinger, Inge Erath oder doch ihn, Peter Schumacher? Aber jeder wisse, dass man sich unter Sekinger jeden Karriereschritt hart erarbeiten müsse. Er, Schumacher, habe, wie alle wüssten, nie einen Hehl daraus gemacht, sehr wohl das Ziel gehabt zu haben in Aichhalden anzutreten. Aber er habe nie Gespräche in diese Richtung geführt.

Durch seine Wahl zum Amtsverweser habe sich die Situation in seiner Heimatgemeinde geändert. Schumacher: "Ich habe nie etwas verheimlicht."

Im Gespräch mit unserer Zeitung lud er die Schreiber ein, sich öffentlich in der Lokalpolitik zu engagieren, ja, er hätte sich gefreut, wenn sie ihn persönlich angesprochen hätten, so der Amtsverweser. Dann hätte er vielleicht einiges klarstellen können. Bei einer Gemeinde mit 6000 Einwohnern sei sicher nicht jeder glücklich über seine Entscheidungen, und Kritik sei normal. "Im Grunde kann jeder von mir halten, was er will."

Er hätte sich allerdings gewünscht, dass einer der Autoren bei einer der Kandidatenvorstellung öffentlich in Erscheinung getreten wäre, um seine Sicht der Dinge vorzutragen. Im Übrigen könne jeder kandidieren, wenn er die gesetzlichen Voraussetzungen erfülle. Gleichwohl räume er ein, dass der Amtsbonus bei seiner Entscheidung schon geholfen habe.

Ansonsten will sich Schumacher zum Flugblatt nicht weiter äußern. Was soll er auch sonst sagen?

"Seilschaft", "Günstlingswirtschaft" und "Hinterzimmerpolitik", ein Wahlsieg, der bereits vorher abgesprochen ist. Verschwörungstheoretiker gibt es im Zeitalter der "Alternativen Fakten" inzwischen überall, auch an der Eschach. Ein anonymes Flugblatt (wieder einmal) macht Stimmung gegen den einzigen Kandidaten bei der morgigen Bürgermeisterwahl in Dunningen, Peter Schumacher. Durch ein Komplott sollen er und seine Freunde eine echte Wahl und weitere Kandidaten verhindert haben. Ein Netzwerk rund um Aichhaldens Bürgermeister Ekhard Sekinger soll sich gegenseitig bei der Karriere helfen. Belege für diese Behauptungen? Keine. Sind auch nicht nötig. Wer es glauben will, der wird es glauben. Demnächst werde ich an dieser Stelle darüber berichten, dass wir vom Mars aus von grünen Männchen beobachtet werden. Beweisen Sie mir das Gegenteil!

 
 

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