Dunningen. "Schöner kann man sich nicht auf das Weihnachtsfest einstimmen", versprach die Vorsitzende Gertrud Pfundstein in ihrer Begrüßung zum Weihnachtskonzert mit Thomas Busse, zu dem das "Dunninger Forum" eingeladen hatte.Tatsächlich zauberte das Multitalent Busse, er arbeitet als Schauspieler, Regisseur, Buchautor, Hörspielsprecher und Maler, eine Stimmung in den großen Sitzungssaal des Dunninger Rathauses, die dem Konzerttitel "Weihnachtszauber" absolut gerecht wurde.

Draußen herrschte Frost, vor den Fenstern tanzten Schneeflocken, im Inneren tauchte der Schein einiger Kerzen den Raum in weiches Licht, die mächtigen alten Balken des Sitzungssaales erinnerten an längst vergangene Zeiten.

Dann setzte die weiche, sonore Stimme von Thomas Busse ein, dezent untermalt durch den zauberhaften Sopran von Mare Hronek und Wilfried Venedey am Keyboard, und lud die Konzertbesucher mit zeitlos schönen Liedern voller Romantik und Sehnsucht zum Träumen ein. Busse und seine Begleiter verzauberten ihr Publikum sowohl mit traditionellen Weihnachtsliedern verschiedener Länder, als auch mit seinen abwechslungsreichen, melodiösen Eigenkompositionen oder dem "Ave Maria" von Schubert. Im Wechsel mit gefühlvollen, romantischen Liedern, die unter die Haut gingen, vermittelten seine Songs aber auch sprühende Lebensfreude, die für den Musiker genauso zum Weihnachtsfest gehört wie Ruhe und Besinnlichkeit. Als "Singer und Songwriter" in der Tradition von Udo Jürgens und Reinhard Mey gelang es ihm mit seinen tiefgründigen Texten Nachdenkliches und durchaus auch Kritisches mit berührenden und melancholischen Elementen zu verbinden. So unterschiedliche Stücke wie die Songs "Tribute to Leonard Cohen" und "Lena", das Gedicht "Winterzauber", eine selbst verfasste Weihnachtsgeschichte über einen Obdachlosen oder das bekannte "Ihr Kinderlein kommet" – allerdings in Englisch und "gerockt" wurden zusammengehalten durch den Begriff "Liebe", sei es zu einem Partner, zur ganzen Menschheit oder auch und gerade zu den Außenseitern der Gesellschaft. Am Ende war es dem Musiker gelungen, sich tief in die Herzen der Besucher hinein zu singen und beim abschließend gemeinsam gesungenen "Stille Nacht" glitzerte so manches Auge feucht.