Dunningen Pläne müssen überarbeitet werden

Schwarzwälder-Bote, 22.06.2012 23:04 Uhr

Von Oliver Rebstock

Dunningen. Der geplante Neubau der Eschachschule gerät ins Stocken. Aufgrund der zurückgehenden Schülerzahlen müssen die Pläne geändert werden. Auch in Sachen Gemeinschaftsschule besteht noch Diskussionsbedarf.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte Bürgermeister Gerhard Winkler über einen Besuch beim Regierungspräsidium in Freiburg, an dem auch Bernhard Pfundstein, Rektor der Eschachschule, und Rainer Pfaller, Rektor der Grundschule Seedorf, teilgenommen haben. Dabei standen nach Angaben von Bürgermeister Winkler zwei Themenbereiche auf der Tagesordnung: eine mögliche Erweiterung der Grundschule Seedorf sowie der geplante Neubau der Eschachschule.

Auf Nachfrage unserer Zeitung teilte der Bürgermeister mit, dass aufgrund der demografischen Entwicklung und der Veränderungen der Schülerströme an der Eschachschule das bereits genehmigte Rahmenprogramm überarbeitet werden müsse. "Der Entwurf basiert auf der Annahme, das die Schule fünfeinhalbzügig fährt. Tatsächlich ist die Schule mittlerweile nur noch durchschnittlich viereinhalbzügig ausgerichtet", erklärt Winkler.

Bei dem Treffen in Freiburg habe sich herausgestellt, dass das Rahmenprogramm für die Schule um 460 Quadratmeter reduziert und die Planungen dementsprechend geändert werden müssten, so Winkler. Das gelte allerdings nur für den Fall, dass sich die Eschachschule gegen die Gemeinschaftsschule entscheide. Sollte die Schule hingegen für die neue Schulform inklusive Sekundarstufe II votieren, könnte das Minus an Programmfläche durch zusätzliche sechs Klassen der gymnasialen Oberstufe kompensiert werden. Das werde sich allerdings erst im Juli 2013 entscheiden, so lange habe die Schule Zeit, sich über ihre künftige Form Gedanken zu machen. Der Neubau der Schule wurde bereits im Jahr 2010 beantragt, wie Schulleiter Bernhard Pfundstein erinnerte. Der Grund sei die Platznot nach dem Übergang zur Ganztagsschule im Jahr 2009 gewesen. Es sei damals deutlich geworden, dass man ein neues Schulgebäude für zusätzliche Räume benötige.

Der Entwurf sei jedoch längere Zeit auf Eis gelegen, was unter anderem mit der neuen Politik der grün-roten Landesregierung zusammenhänge, die andere Prioritäten setze. Das habe bei verschiedenen Projekten zu erheblichen Verzögerungen geführt.

Eigentlich hätte nach den ursprünglichen Plänen in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden sollen. Jetzt müsse man erst einmal schauen, wie sich die neuen Gegebenheiten in die Pläne einbauen ließen. Die Schule müsse sich zunächst entscheiden, ob sie einen Antrag auf Gemeinschaftsschule stelle oder nicht. Zu diesem Thema würde in nächster Zeit die schulischen Gremien beraten. "Derzeit befinden wir uns in einem Diskussionsprozess", sagt Pfundstein. Diskutiert wurde offensichtlich auch in Seedorf. Die Schulleitung plant dort laut Winkler einen jahrgangsübergreifenden Unterricht einzuführen. Aus diesem Grund habe Rektor Rainer Pfaller auch an dem Termin in Freiburg teilgenommen.

Das Regierungspräsidium habe zu verstehen gegeben, eventuell 200 Quadratmeter für eine Erweiterung zu fördern, so der Bürgermeister. Jetzt müsse man sich überlegen, wie man die Grundschule Dunningen-Seedorf ausbauen könne.

 
 
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