Dunningen-Seedorf - Eine knifflige Aufgabe wartete auf die Wehren aus Seedorf und Dunningen bei einem Brand am Samstagabend in Seedorf. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig.

Das Feuer war in einem Rohbau in der Sulgener Straße ausgebrochen. Gegen 20 Uhr hatte ein Nachbar Flammen im Bereich einer Außenwand entdeckt.

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Nach Ermittlungen der Polizei hatten die Bauherren in dem in Holzbauweise errichteten Gebäude einen Kaminofen installiert und diesen auch mit Holz beheizt. Nach Einschätzung von Harald Mauser, der den Einsatz der Feuerwehren aus Seedorf und Dunningen, die durch Kollegen aus Schramberg mit der Drehleiter unterstützt wurden, leitete, könnte das Abzugsrohr des Ofens zu heiß geworden sein, so dass das Dämmmaterial unter der Holzfassade in Brand geraten sei. Dabei breitete sich der Brand in der Fassade über beide Stockwerke des noch unbewohnten Hauses aus.

Die aufwendigen Löscharbeiten mussten unter schwerem Atemschutz in Angriff genommen werden. Die Fassade musste, um an die Brandnester zu gelangen, teilweise mit der Motorsäge aufgetrennt werden.

Um mögliche weitere Glutnester zu lokalisieren kam auch die neu beschaffte Wärmebildkamera zum Einsatz. Insgesamt waren rund 70 Feuerwehrmänner vor Ort.

Die Witterungsbedingungen schufen allerdings auch besondere Bedingungen für den Einsatz. Zwar war der Wassernachschub aus einem nahe gelegenen Hydranten kein Problem, aber der Streudienst musste anrücken, um die nasse Straße bei den herrschenden Minus-Temperaturen abzustreuen.

Auch der Rettungsdienst und der Kreisfeuerwehrarzt waren vor Ort. Bürgermeister Gerhard Winkler machte sich ebenfalls persönlich ein Bild von den Löscharbeiten.

Der Einsatz war nach rund einer Stunde schließlich beendet. Nach Einschätzung der Polizei entstand bei dem Brand ein Schaden von rund 20 000 Euro. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache sind allerdings noch nicht abgeschlossen.